Bürger von Burgos zwingen Bürgermeister in die Knie

Die Massendemonstrationen in Burgos haben zum Erfolg geführt: Am Freitag gab der Bürgermeister dem Druck der Straße nach - ein umstrittenes Bauprojekt ist gestoppt, "um des sozialen Friedens willen", wie der Bürgermeister sagt.

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Ein umstrittener Straßenrückbau in der spanischen Stadt Burgos wird nicht umgesetzt: Das gab der Bürgermeister von Burgos, Javier Lacalle, am Freitag bekannt. Mit dem Millionen-Projekt, das sich die hoch verschuldete Stadt gar nicht leisten kann, hätten zahlreiche Anwohner ihre Parkplätze verloren.

In ganz Spanien war es darauf zu Massendemonstrationen gekommen, in Madrid gab es schwere Ausschreitungen (hier).

Nun knickt die Stadtregierung ein – und stoppt das Projekt, um den „sozialen Frieden“ nicht zu gefährden.

Doch den Bürgern ist diese Entscheidung noch zu wenig: Sie fordern den Rücktritt des umstrittenen Bürgermeisters, der das Projekt an der Bevölkerung vor bei geplant hatte und sich mit dem harten Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten selbst ins politische Abseits gestellt hat. Das berichtet El Pais.

Dieser Rückzug auf Raten erinnert ein wenig an die letzten Monate der DDR: Auch damals hatten Politiker, nachdem sie von der Straße dazu gezwungen worden waren, umstrittene Projekte gestoppt, um den sozialen Frieden zu wahren (wie sie hofften).

Doch erst der Rücktritt der gesamten Elite beruhigte die Bürger – bis schließlich das ganze System zusammenbrach.

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