Nachruf von Peter Gauweiler für den Euro-Kritiker Wilhelm Hankel

Der Bundestags-Abgeordnete Peter Gauweiler würdigt den verstorbenen Ökonomen Wilhelm Hankel in einem Nachruf. Dieser „kluge und mutige Mann“ habe gegen die Verträge von Maastricht und Lissabon und gegen Fehlentwicklungen beim Euro gekämpft – aus Leidenschaft für ein besseres Europa.

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Mit großer volkswirtschaftlicher Expertise hat sich Wilhelm Hankel immer für Deutschland eingesetzt. (Screenshot)

Mit großer volkswirtschaftlicher Expertise hat sich Wilhelm Hankel immer für Deutschland eingesetzt. (Screenshot)

MdB Dr. Peter Gauweiler würdigt den verstorbenen

Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel

*10.01.1929 in Danzig †15.01.2014 in Köln

Die Kläger gegen den ESM-Vertrag verlieren mit Herrn Prof. Dr. Hankel einen leidenschaftlichen Kämpfer für ein besseres Europa und einen hochgeschätzten Mitstreiter vor dem Bundesverfassungsgericht. Seine Argumentation gegen die Verträge von Maastricht und Lissabon und gegen die Fehlentwicklungen beim Euro war von intellektueller Klarsicht und Schärfe geprägt.

Prof. Dr. Hankel hat die Diskussion für alle Seiten bereichert. Mit großer volkswirtschaftlicher Expertise hat er sich immer für den demokratischen Souverän eingesetzt. Im Mittelpunkt seines aktuellen Wirkens standen die Stabilität der Währung und die Verteidigung des Geldwerts. Der Verlust dieses herausragenden Fachmanns hinterlässt in der europäischen Währungsdebatte eine große Lücke.

Ebenso unvergessen ist Herrn Prof. Dr. Hankels „Bundesschätzchen“: als Ministerialdirektor im Bundeswirtschaftsministerium entwickelte er 1967 zusammen mit dem damaligen Finanzminister Franz Josef Strauß diese sehr erfolgreiche Anlageform, die Bürger an den Kapitalmarkt heranführte und ihnen eine Teilhabe an den Staatsfinanzen ermöglichte.

Der promovierte Volkswirt war Mitarbeiter im Auswärtigen Amt, später Chefökonom der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Präsident der Hessischen Landesbank. Als Professor an der Universität Frankfurt am Main, dem Wissenschaftszentrum Berlin und der TU Dresen sowie an den US-Eliteuniversitäten Harvard und Georgetown gab er sein umfangreiches Wissen an die nächste Generation weiter. Für sein Werk wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Dieser kluge und mutige Mann wird nicht vergessen werden.

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