Weltmächte wollen Freihandel für Windräder und Solar-Module

Die führenden Handelsmächte der Welt, darunter die EU, USA, China und Japan, planen eine weltweite Freihandelszone für Öko-Technologien. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sollen die Vorbehalte anderer Staaten ausgeräumt werden.

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Die führenden Handelsmächte wollen eine weltweiten Freihandelszone für umweltschonende Waren, Technologien und Dienstleistungen. Auf dem Weltwirtschafsforum in Davos verständigten sich Vertreter der USA, der EU, Chinas, Japans und einer Reihe weiterer Länder auf das Ziel, den Handel in diesem Bereich zu fördern.

Die Branche ist nach Schätzungen der Welthandelsorganisation (WTO) weltweit rund 1,4 Billionen Dollar schwer. Sie reicht von Solarmodulen über Windturbinen bis hin zu Wasseraufbereitungsanlagen. Die Bemühungen um eine Liberalisierung stehen allerdings noch ganz am Anfang, einen Termin zum Abschluss einer Vereinbarung gibt es noch nicht.

Zunächst müssten ausreichend WTO-Mitglieder die geplante Öko-Freihandelszone unterstützen, hieß es in der Erklärung von Davos weiter. Hintergrund ist, dass WTO-Abkommen in der Regel einstimmig verabschiedet werden müssen. US-Vertreter Michael Froman sagte, der weitere Zeitplan ergebe sich von ganz allein. Schließlich müssten die Regierungen vor Beginn von Verhandlungen zunächst innenpolitisch darüber beraten – so auch die US-Regierung mit dem Kongress.

Der neue WTO-Chef Roberto Azevedo nahm an der Pressekonferenz nicht teil, weil es offenbar bei einigen Mitgliedern der Organisation Vorbehalte gegen die Pläne gibt. Ein Sprecher betonte aber, Azevedo unterstützte die Initiative. Er setzt darauf, die jahrzehntelange Blockade der WTO durch die Konzentration auf Themen mit besonders hohen Erfolgsaussichten zu lösen. Im Dezember einigte sich die WTO auf ein historisches Abkommen zum Abbau von Handelsschranken (mehr hier).

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