EU-Kommissar Rehn: Euro braucht mehr Inflation

Momentan liegt die Teuerungsrate bei 0,8 Prozent. Die EZB sagt für dieses Jahr eine Inflation von lediglich 1,3 Prozent voraus. Sie hatte aber angekündigt, bei einer Verschlechterung des Ausblicks die Geldpolitik weiter zu lockern.

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Eine längere Phase niedriger Inflation erschwert nach Ansicht von EU-Währungskommissar Olli Rehn die nötige Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts in der Euro-Zone. „Damit dieser Anpassungsprozess gelingt, sollte der Preisauftrieb nahe des Zwei-Prozent-Ziels der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen“, sagte Rehn in einem Interview von Reuters-TV beim Weltwirtschaftforum in Davos. Momentan liegt die Teuerungsrate bei 0,8 Prozent. Die EZB sagt für dieses Jahr eine Inflation von lediglich 1,3 Prozent voraus. Sie hatte aber angekündigt, bei einer Verschlechterung des Ausblicks die Geldpolitik weiter zu lockern.

Für die Krisenländer wie Spanien, Italien, Portugal und Griechenland sei es allerdings entscheidend, dass die Inflation sehr niedrig ausfalle, um die Exporte anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ergänzte Rehn. Er glaube im Gegensatz zum Internationalen Währungsfonds (IWF) allerdings nicht, dass in der Euro-Zone derzeit die Gefahr einer Deflation bestehe.

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