Spanien: Erste Drohne zur Überwachung zugelassen

Eine spanische Firma hat die erste Zulassung für eine Drohne von der europäischen Luftfahrtbehörde erhalten. Die ferngesteuerte Altea-Eko darf nur außerhalb von Städten fliegen. Die Drohne soll der Verhinderung von Waldbränden, aber auch der Grenzkontrolle und Überwachung bestimmter Regionen dienen.

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Die Höchstgeschwindigkeit von Altea-Eko liegt bei 150 km/h. (Bild: Flightech Systems)

Die Höchstgeschwindigkeit von Altea-Eko liegt bei 150 km/h. (Bild: Flightech Systems)

Seit 2006 hat die spanische Firma Flightech Systems an dem unbemannten Kleinflugzeug gearbeitet – neun Millionen Euro wurden in die Entwicklung gesteckt. Aber im Gegensatz zum EuroHawk darf Altea-Eko unter der Nummer EC-LYG im europäischen Luftraum problemlos fliegen. Die Drohne hat eine Spannweite von sechs Metern, ist 3,5 Meter lang und hat ein maximales Startgewicht von 80 Kilogramm. Mit fast 5 Stunden und 500km Reichweite kann es durchaus für lange Flüge eingesetzt werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 150 km/h.

Mit inzwischen 27 Aktionären und mittels günstiger Kredite konnte das neun Millionen Euro Projekt überhaupt nur verwirklicht werden, berichtet El Pais. Und nun nach der Zulassung soll das unbemannte Flugzeug schon Anfang 2014 auf den Markt kommen. Die Grundausstattung bestehend aus drei Flugzeugen und einer Bodenkontrollstation soll bei etwa 2,7 Millionen Euro liegen

Zivile Nutzung

Die Drohne soll dazu dienen, Waldbrände und andere Katastrophen wenn nicht zu verhindern, so doch zumindest schnell zu entdecken und Rettungs- und Hilfskräfte zu informieren. Aber auch Sicherheitskräfte hätten damit die Möglichkeit, Regionen nach Eindringlingen abzusuchen, Grenzen zu überwachen etc. Die Drohne ist mit einer HD-Kamera ausgestattet, die in Echtzeit die Bilder auf Computer oder auch aufs Tablet überträgt. Das unbemannte Flugzeug sei aber nicht „für Waffen oder zum Kampf“ gedacht, sondern zur „zivilen Nutzung“, sagt Francisco Gayá von Flightech Systems.

Das Unternehmen mit Sitz in Madrid besteht mittlerweile aus 28 Mitarbeitern, 21 davon mit einem technischen Hintergrund. Das Durchschnittsalter liegt bei 32 Jahren. Man will sich aber nicht auf den europäischen Markt beschränken. Das nächste Ziel sei die Evaluation eines möglichen Absatzes in Lateinamerika, da gerade hier große Wald- und Farmgebiete anzutreffen seien, so Gayá.

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