WHO-Bericht: Zahl der Krebs-Toten steigt sprunghaft an

Die Zahl der jährlichen Krebs-Toten wird in den kommenden zwei Jahrzehnten von 8 auf 13 Millionen ansteigen, so ein WHO-Bericht. Vor allem die Industrie-Staaten sind von dem Anstieg betroffen.

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Die Zahl der weltweiten Fälle von Krebs wird in den kommenden Jahren massiv ansteigen, sagt ein Bericht der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO). Die Organisation fordert ein sofortiges Handeln.

Innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte wird die Zahl der neuen Krebs-Fälle auf 22 Millionen pro Jahr ansteigen, so der WHO-Bericht. Noch 2012 wurden nur 14 Millionen neue Krebsfälle diagnostiziert. Die Zahl der Krebs-Toten wird in diesem Zeitraum von 8,2 Millionen auf 13 Millionen steigen.

Die häufigsten Krebs-Arten im Jahr 2012 waren Lungen-Krebs (1,8 Millionen), Brust-Krebs (1,7 Millionen) und Dickdarm-Krebs (1,4 Millionen), so der WHO-Bericht. Die meisten Todesopfer forderten der Lungen-Krebs (1,6 Millionen), Leber-Krebs (0,8 Millionen) und Magen-Krebs (0,7 Millionen).

Der WHO-Bericht zeige, „was viele von uns seit einiger Zeit sagen“, zitiert USA Today den Chef-Mediziner der Amerikanische Krebs-Gesellschaft. Die Kosten im Zusammenhang mit Krebs hätten sich international in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt, und sie würden auch sich in den kommenden 20 Jahren verdoppeln.

Der Chef der WHO-Krebsforschung, Christopher Wild, sagte: „Diese neuen Zahlen und Prognosen senden ein starkes Signal, dass sofortiges Handeln notwendig ist, um dieser menschlichen Katastrophe die Stirn zu bieten, die ohne Ausnahme jede Kommune der Welt betrifft.“

Wegen wachsender und alternder Bevölkerungen sind die Industrie-Staaten stärker von den steigenden Krebs-Zahlen betroffen als der Rest der Welt, so der WHO-Bericht. Doch mehr als 60 Prozent der weltweiten Krebsfälle treten heute in Afrika, Asien und in Zentral- und Süd-Amerika auf. Diese Regionen verzeichnen 70 Prozent der weltweiten Krebstoten.

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