Durchbruch: Forscher erschaffen Stammzellen mit Säurebad

Japanischen Forschern ist es gelungen, normale Zellen von Mäusen in Stammzellen umzuwandeln. Dazu tauchten sie Blutzellen in ein Säurebad. Die Untersuchungen mit menschlichen Blutzellen laufen bereits.

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Die umstrittene Gewinnung von Stammzellen aus Embryonen könnte mit dieser Entdeckung bald überflüssig werden. Das Forscherteam um Haruko Obokata vom japanischen Riken Zentrum für Entwicklungsbiologie schaffte es, dass sich normale Zellen nach einem leichten, halbstündigen Säurebad mit einem pH-Wert zwischen 5,4 und 5,8 in pluripotente Stammzellen umwandelten – ganz ohne Gentechnik. Die weißen Blutzellen stammten aus der Milz junger Mäuse. Aber auch Zellen aus Lunge, Herz, Haut, Muskeln und Gehirn zeigten nach dem Säurebad eine solche Reaktion.

Im Magazin Nature wurde ihre Entdeckung nun veröffentlicht. Diese so entstandenden Stammmzellen nennen die Forscher STAP (stimulus-triggered acquisition of pluripotency). Aus ihnen hatten sich im Nachhinein unter anderem ein Mäuseembryo mit schlagendem Herzen und verschiedenen Gewebe entwickelt. „Ich dachte, mein Gott, das ist ein Wendepunkt“, zitiert die BBC Haruko Obokata. „Es war ein bisschen zu gut, um wahr zu sein, aber viele Experten haben es geprüft und geprüft.“

Nun muss herausgefunden werden, ob diese Reaktion auch bei menschlichen Blutzellen erreicht werden kann. Die Untersuchungen dazu laufen bereits. Wenn dem so ist, könnte dies auch in der Krebstherapie zu ganz neuen Behandlungsmöglichkeiten führen. Gerade hier fehlt es an personalisierter Behandlung (hier). Aber auch bei der Heilung von Augen, Herz und Gehirn wird bereits mit Stammzellen experimentiert. Die Säure-Entdeckung könnte hierbei Geld und Zeit sparen.

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