Französische Bauern wollen Monsanto-Mais anbauen

Die französische Regierung will den Anbau von Genmais verhindern. Die Landwirte könnten einem Verbot mit einer frühen Aussaat zuvorkommen. MON810 sei widerstandsfähig gegen bestimmte Insekten-Arten, die in der Region bis zu 450.000 Hektar Anbaufläche bedrohen, argumentieren die Bauern.

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Frankreich treibt seine Bemühungen zum Verbot von Genmais voran. Um die Aussaat im Frühjahr zu verhindern, erließ die Regierung am Montag ein entsprechendes Dekret. Dieses kann aber frühestens um den 9. oder 10. März in Kraft treten – und könnte dann erneut vor dem Obersten Verwaltungsgericht angefochten werden.

Eigentlich arbeitet das Land an einem Gesetz, das den Anbau von genmanipulierten Mais verbieten soll. Zwei Anläufe wurden jedoch bereits von einem Gericht gekippt.

Doch französische Bauern könnten mit einer frühen Aussaat von MON810 dem Verbot zuvorkommen. Vor allem die Landwirte im Südwesten Frankreichs stehen einem Anbau offen gegenüber, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. MON810 sei widerstandsfähig gegen bestimmte Insektenarten, die in der Region bis zu 450.000 Hektar Anbaufläche bedrohen.

Die Debatte im französischen Senat über ein neues Gesetz begann am Montag, abgestimmt werden soll im April. Üblicherweise wird Mais aber in der zweiten Märzhälfte ausgesät. MON810 ist zurzeit der einzige Genmais der in Europa angebaut werden darf.

Der Genmais der Sorte 1507 hatte letzte Woche auch mit Hilfe Deutschlands eine Hürde zur Zulassung in der EU genommen. Im EU-Ministerrat stimmten 19 Staaten gegen eine Anbau-Erlaubnis für die von den US-Konzernen DuPont und Dow Chemical entwickelte Pflanze und verfehlten damit die qualifizierte Mehrheit für ein Nein der EU. Deutschland enthielt sich der Stimme, will die Aussaat hierzulande aber verhindern. Frankreich hatte sich für ein Verbot eingesetzt und sucht dabei auch den Schulterschluss mit Deutschland (mehr hier).

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