Server-Panne legt Facebook-Zukauf WhatsApp lahm

Ein Server-Problem beim Messenger-Dienst WhatsApp am Samstagabend führte dazu, dass keine Nachrichten mehr verschickt werden konnten. Der neue Eigentümer Facebook zeigt mit dem Finger auf WhatsApp. Viele frustrierte Nutzer wenden sich derzeit von WhatsApp ab, weil sie der Daten-Krake Facebook misstrauen.

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Server-Probleme haben den milliardenschweren Facebook-Zukauf WhatsApp für mehrere Stunden lahmgelegt. Die Panne ereignete sich nur wenige Tage nachdem Facebook bekanntgegeben hatte, den Messaging-Dienst für 19 Milliarden Dollar zu übernehmen. WhatsApp funktioniere wieder, teilte der Dienst per Twitter am späten Samstag mit. Facebook verwies Anfragen nach der Ursache der Probleme an WhatsApp, das zunächst nicht reagierte. Mit dem rasant wachsenden Mitteilungsdienst will Facebook wieder stärker bei jüngeren Menschen punkten. Es ist der teuerste Zukauf in seiner zehnjährigen Geschichte. WhatsApp wurde vor fünf Jahren gegründet und hat weltweit rund 450 Millionen Nutzer. Täglich kommen eine Million hinzu.

Mit WhatsApp will Facebook „die ganze Welt miteinander vernetzen“. Datenschützer warnen vor dem Verlust der Privatsphäre durch den Verkauf der persönlichen Daten, die sich Facebook durch den Zukauft von WhatsApp gesichert hat. Denn der astronomisch hohe Kaufbetrag für die Übernahmen muss refinanziert werden. Der schnellstmögliche Weg liefe über das Schalten von Werbung bei WhatsApp oder durch den Verkauf der personenbezogenen Daten.

Unterdessen wandern etliche frustrierte WhatsApp-Nutzer zu Alternativen Messenger-Diensten wie Threema ab. Der Kurznachrichten-Dienst aus der Schweiz wirbt mit einer Verschlüsselungs-Technik durch vom Nutzer erzeugte QR-Codes und Passwörter. Seit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook hat Threema seine Nutzer-Zahl verdoppeln können.

 

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