Europas Versicherungen sollen Provisionen offenlegen

Das EU-Parlament fordert strengere Transparenz-Regeln im Versicherungsgeschäft. Die Unternehmen sollen künftig auch Provisions-Zahlungen an Vermittler offenlegen. Die Lobby der Branche wehrte sich lange gegen die Einführung der Regeln.

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Das EU-Parlament hat heute über die Offenlegung von Provisionszahlungen im Versicherungsgeschäft abgestimmt. Das Parlament sprach sich fraktionsübergfreifend für mehr Transparenz in der Versicherungsbranche aus. Künftig sollen die Unternehmen die Provisionen und andere Kosten offenlegen, die sie an Vermittler zahlen.

„Das Europaparlament hat heute die Rechte der VerbraucherInnen im Versicherungsvertrieb europaweit gestärkt. Eine breite Mehrheit unterstützte, die Provisionen an Vermittler und andere Kosten offenzulegen. Damit kommt mehr Licht in die hohen Kosten beim Versicherungsvertrieb“, sagte Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament.

Die Regeln waren aufgrund des hohen Drucks der Versicherungslobby hoch umstritten. Die Versicherungsbranche wehrte sich lange gegen die Transparenz-Regeln, die für andere Finanzbranchen längst verpflichtend sind.

„Die Abgeordneten wollen konkrete Zahlen sehen, die verdeutlichen wieviel ein Vermittler beim Verkauf eines Produkts verdient. Bei Versicherungsanlageprodukten (z. B. Lebensversicherungen) geht die Transparenz noch einen Schritt weiter: Alle mit dem Produkt verbundenen Kosten und Gebühren sollen offengelegt werden, eine jährliche Übersicht soll bei Verbrauchern regelmäßig für Durchblick bei Kosten und Ertrag ihrer Geldanlage sorgen“, so Giegold weiter.

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