Anklage: Hoeneß hat 3,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Fußball-Manager vor, Steuern in der Höhe von 3,5 Millionen Euro hinterzogen und 5,5 Millionen Euro als Verlustvorträge falsch deklariert zu haben.

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Vor dem Landgericht München hat am Montag der Prozess gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung begonnen. Die Staatsanwaltschaft legt dem Fußball-Manager und Fleischproduzenten Hinterziehung von gut 3,5 Millionen Euro Steuern zur Last. Staatsanwalt Achim von Engel erklärte zum Prozessauftakt, Hoeneß habe in den Jahren 2003 bis 2009 Kapitalerträge und Verkaufserlöse auf Konton der Schweizer Vontobel-Bank in seiner Steuererklärung dem Finanzamt Miesbach verschwiegen. Zudem habe er Verlustvorträge über gut 5,5 Millionen Euro falsch deklariert. Die Selbstanzeige von Hoeneß erwähnte der Staatsanwalt nicht.

Das Landgericht München will klären, ob der Fußballmanager wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ins Gefängnis muss. Offen ist, ob Hoeneß seine Vergehen so rechtzeitig und umfassend beim Finanzamt angezeigt hat, dass er eine Strafe abwenden kann. Auf Steuerhinterziehung stehen bis zu fünf Jahre Haft, in besonders schweren Fällen zehn Jahre. Der Fußballmanager beruft sich darauf, dass das Gesetz Steuersündern bei einer Selbstanzeige Straffreiheit gewährt. Der Prozess ist auf vier Tage bis Donnerstag angesetzt.

Der Vorsitzende Richter Rupert Heindl unterbrach nach der Verlesung der Anklage die Verhandlung kurz. Hoeneß, der mit drei Anwälten erschien, äußerte sich zunächst nicht. Er bestätigte lediglich mit knappem Nicken seine vom Richter vorgetragenen Personalien.

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