Winterkorn: Das Auto der Zukunft darf kein Daten-Monster werden

Der VW-Konzern ruft zu einer herstellerübergreifenden Verpflichtung der Automobilindustrie auf. Fahrzeuge können durch die Ausstattung mit Sensoren etliche Daten sammeln, die die Privatsphäre der Fahrer verletzen. Das Auto als Big Brother müsse verhindert werden, so VW-Chef Winterkorn.

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Autos mit Internet-Anschluss werden nach Angaben von Volkswagen -Chef Martin Winterkorn nicht zu viele Daten über Fahrer oder die Strecke preisgeben. Die Autohersteller seien bereits sehr gut darin, durch technische Neuerungen ihre Kunden vor Gefahren wie Aquaplaning oder Sekundenschlaf zu schützen, sagte Winterkorn zur Eröffnung der Computermesse Cebit am Sonntagabend in Hannover.

Das Auto der Zukunft „darf kein Daten-Monster werden“, so Winterkorn. „Mit dem gleichen Pflichtbewusstsein werden wir unsere Kunden auch vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen.“

Die Verwendung der Auto-Informationen sei vernünftig, wenn es um mehr Sicherheit und Komfort gehe, aber es dürften nicht alle verfügbaren Informationen gesammelt und ausgewertet werden, da Fahrer damit bevormundet und das Auto zum „Big Brother“ werde. „Wir brauchen eine Art Selbstverpflichtung der Automobilindustrie“, sagte Winterkorn, und VW stehe dafür bereit.

Die Informationstechnologie hat längst Einzug in den Autobau gehalten. „Unsere Autos sind heute schon rollende Rechenzentren mit 1,5 Kilometer Kabeln, mehr als 50 Steuergeräten und der Rechnerleistung von 20 hochmodernen PCs.“ Jetzt gehe es darum, dass die beiden Branchen noch enger zusammenrückten, sagte Winterkorn.

Unterhaltungselektronik und Internetanwendungen finden sich in immer mehr Fabrikaten. Gab es vor einigen Jahren noch Autos, in deren Freisprechanlagen nur bestimmte Handys funktionierten, arbeiten die Hersteller jetzt an der Integration von Smartphones. Apple und Google liefern sich derzeit einen Kampf darum, wer bei welchem Hersteller mit seinem Betriebssystem den Bordcomputer übernimmt.

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