London druckt Geld, kein Krim-Krieg: Börsen gehen nach oben

Am Tag nach dem Krim-Referendum begann die Börse in Moskau mit Kursgewinnen. Auch der FTSE in London ging nach oben - weil die Regierung weiter Geld druckt. Dies könnte ein Beleg dafür sein, dass eine Kompromiss über die Ukraine die wahrscheinlichste Lösung des Krim-Konflikts sein wird.

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Die Börse in Moskau begann am Tag nach dem Krim-Referendum mit Kursgewinnen. (Screenshot: Yahoo Finance)

Die Börse in Moskau begann am Tag nach dem Krim-Referendum mit Kursgewinnen. (Screenshot: Yahoo Finance)

Nach dem Krim-Referendum, bei dem 96,77 Prozent der Bewohner für einen Anschluss an Russland stimmten (mehr hier), eröffnete die Börse in Moskau mit Kursgewinnen.

Russische Aktien haben sich leicht erholt. Im späten Handel am Montagmorgen stieg der in Dollar angegebene Aktien-Index RTS um 1,4 Prozent auf 1.078 Punkte. Der in Rubel angegebene MICEX kletterte auf 1,3 Prozent und somit 1.254 Punkte. Die Indizes stiegen jeweils um zwei Prozent bevor sie wieder gefallen sind.

Die Gewinne stiegen wieder, nachdem der MICEX sich um mehr als 16 Prozent in den letzten drei Wochen zurückgezogen hatte. Die Aktienmärkte in London, Frankfurt und Paris eröffneten ebenfalls alle positiv. Beim FTSE zeigte sich, was die Börsen wirklich bewegt: Nachdem die Regierung verkündet hatte, dass sie ihr Programm „Help to buy“ bis 2020 verlängern wird – also Papiergeld ausschüttet, um den Immobilienmarkt zu befeuern – gingen die Kurse für Baufirmen und Immobilienentwickler nach oben und zogen den Index mit.

 

 

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