Deutsche Telekom streicht bei T-Systems tausende Stellen

Die Telekom will bei ihrer Verlust-Tochter T-Systems 4900 Stellen streichen. Die Telekom kann vor allem im IT-Auslagerungsgeschäft nicht mit den US-Konkurrenten mithalten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Jobabbau bei der verlustträchtigen Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems fällt voraussichtlich massiver aus als bislang bekannt. In diesem und im nächsten Jahr sollten in dem Bereich insgesamt 4900 Vollzeitstellen wegfallen, sagte ein Sprecher von T-Systems am Dienstagabend. 900 Arbeitsplätze seien bereits gestrichen worden. Die Zahlen seien nicht in Stein gemeißelt, sondern stellten den Auftakt für die Verhandlungen mit dem Betriebsrat dar.

Grund für den Schrumpfkurs ist die harte Konkurrenz im klassischen IT-Auslagerungsgeschäft. Hier buhlen Branchenriesen wie IBM oder Hewlett-Packard um Unternehmenskunden, die ihre Computer, Netzwerke oder Telefonanlagen nicht mehr selbst betreiben wollen. Verschärft wird die Situation noch durch Neueinsteiger wie die indische Tata, die den Preiskrieg zusätzlich anheizen. Der Wettbewerb schlägt bei T-Systems auf die Bilanz: Seit 2008 schreibt die Sparte operativ rote Zahlen. Der Jahresumsatz liegt bei knapp zehn Milliarden Euro.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick