US-Notenbank: Großbanken verlassen sich weiter auf den Steuerzahler

Die Großbanken in den USA kommen leichter an Geld als kleine Banken. Der Grund: Weil der Steuerzahler die Banken retten muss, gelten sie als sicherer.

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Den US-Großbanken bringt ihre Bedeutung für das Finanzsystem nach Studien der US-Notenbank Fed finanzielle Vorteile gegenüber ihren kleineren Rivalen. Trotz aller Reformen gingen die Investoren auch fünf Jahre nach der Finanzkrise immer noch davon aus, dass die US-Regierung den größten Instituten des Landes im Notfall unter die Arme greifen würde. Sie genössen daher geringere Kosten bei der Refinanzierung und im operativen Geschäft.

Die New Yorker Filiale der Federal Reserve legte dazu am Dienstag elf Forschungsberichte vor. Die Experten der US-Notenbank beziffern den finanziellen Vorteil der fünf größten Banken bei der Geldbeschaffung auf 0,31 Prozent. Die Banken-Lobbygruppe The Clearing House hatte dagegen in der vergangenen Woche eine Studie vorgelegt, die den Unterschied für unbedeutend befand. Der Notenbanker Richard Fisher aus Dallas sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Studie mache die Grenzen der bestehenden Gesetze deutlich.

Fünf Jahre nach der Finanzkrise wird weltweit weiter darüber gestritten, ob der Staat auch heute noch im Krisenfall zum Eingreifen bei Großbanken wie Bank of America oder JPMorgan Chase gezwungen wäre, um Schaden von der Gesamtwirtschaft abzuwenden. Die Bankenaufseher versuchen die gegenseitige Abhängigkeit von Staat und Banken auszuhebeln, indem sie den größten Häusern zusätzliche Kapitalauflagen machen, um sie krisenfester zu machen. Vom Ergebnis der Diskussion hängt ab, wie streng die neuen Regeln im Rahmen der sogenannten Dodd-Frank-Reformen ausfallen werden. Nach Ansicht der Banken reichen die bestehenden Vorschriften aus, hochrangige US-Abgeordnete kritisieren aber die aus ihrer Sicht weiterbestehende Haftung des amerikanischen Steuerzahlers.

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