Klitschko wirft das Handtuch und zieht Kandidatur zurück

Vitali Klitschko will bei der Präsidentenwahl in der Ukraine am 25. Mai nicht selbst antreten. Stattdessen unterstützt er den Milliardär Petro Poroschenko. Dieser tritt für Klitschkos Udar-Partei gegen Julia Timoschenko an.

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Der ukrainische Politiker und frühere Profiboxer Vitali Klitschko wird bei der anstehenden Präsidentenwahl in der Ukraine nicht kandidieren. Das teilte Klitschko am Samstag in Kiew mit. Er werde stattdessen den Unternehmer und Milliardär Petro Poroschenko unterstützen, der am Freitagabend seine Kandidatur für die Wahl am 25. Mai bekanntgegeben hatte.

„Die einzige Chance zu gewinnen besteht darin, einen Kandidaten der demokratischen Kräfte zu nominieren“, sagte Klitschko auf einem Treffen seiner Partei Udar (Schlag). Damit dürfte es auf eine Auseinandersetzung zwischen Poroschenko und der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hinauslaufen.

Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko will bei der Präsidentenwahl am 25. Mai antreten. Das hat die 53-Jährige am Donnerstag in Kiew angekündigt. Timoschenko war zwei Mal Regierungschefin in ihrem Land. Bereits 2010 trat sie bei der Präsidentenwahl an. Damals unterlag sie knapp ihrem Rivalen Viktor Janukowitsch.

Timoschenko kam im Februar im Zuge des Umsturzes in der Ukraine und nach der Absetzung Janukowitschs aus dem Gefängnis frei. 2011 war damalige Oppositionspolitikerin wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit Gasgeschäften mit Russland zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Diese Woche war ein Telefon-Mitschnitt von ihr aufgetaucht, in dem sie zur Gewalt gegen Russen aufruft (hier).

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