Polizisten wegen Massenmord auf dem Maidan verhaftet

Zwölf Angehörige einer ukrainischen Spezialeinheit sind wegen des Verdachts auf Massenmord verhaftet worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Sie sollen auf dem Maidan Demonstranten erschossen haben.

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In der Ukraine sind zwölf Mitglieder der inzwischen aufgelösten Berkut-Bereitschaftspolizei wegen des Verdachts auf Massenmord während der Proteste gegen die Regierung verhaftet worden.

Den Polizisten wird vorgeworfen, friedliche Demonstranten erschossen zu haben, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag sagte. Es handle sich um Mitglieder der „Schwarzen Einheit“, einer Spezialtruppe innerhalb der Berkut.

„Die Polizisten wurden für Sondereinsätze trainiert, zu denen auch die Tötung von Menschen gehört“, sagte der Sprecher. „Sie wurden direkt vom Präsidialamt überwacht.“

Mehr als 100 Menschen kamen bei den Demonstrationen gegen den damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch in der Hauptstadt Kiew ums Leben. Viele wurden von Scharfschützen erschossen. Die neue Führung der Ukraine macht die Mitglieder der Berkut dafür verantwortlich. Die Polizei-Organisation wurde Ende Februar aufgelöst.

Der estnische Außenminister Urmas Paet hingegen hat in einem abgehörten Telefonat mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gesagt, dass die Todesschützen vom Maidan von Teilen der neuen Regierung beauftragt wurden (mehr hier).

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