Lettland verhindert Übernahme der Gas-Versorgung durch Russen

Lettland will Anteile am heimischen Gasversorger Latvijas Gaze von E.ON übernehmen. Das Land will nach eigenen Angaben verhindern, dass die Anteile in die Hände des russischen Gas-Riesen Gazprom fallen. Dieser ist bereits mit 34 Prozent an dem Gasversorger beteiligt.

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Lettland erwägt einem Medienbericht zufolge den Kauf der E.ON-Anteile an dem heimischen Gasversorger Latvijas Gaze.

Eine Entscheidung könne Anfang Mai fallen, sagte der lettische Wirtschaftsminister Wjaceslaws Dombrowskis dem Fernsehsender TV3 am späten Sonntagabend. „Wir möchten nicht, dass die Anteile in die Hände von Gazprom oder eines anderen, weniger bekannten Käufers fallen“, so der Minister.

Der deutsche Konzern E.ON hält 47,2 Prozent an dem Unternehmen, das Gas aus Russland importiert und in Lettland verkauft.

Der russische Gasriese Gazprom ist zu 34 Prozent an dem Versorger beteiligt, der Gashändler Itera Latvija hält 16 Prozent. E.ON will sich aus dem Baltikum zurückziehen, Miteigner haben Vorkaufsrecht.

Lettlands Nachbarland Litauen hatte bereits zuvor Interesse am knapp 39-prozentigen E.ON-Anteil an der dortigen Gasnetz-Gesellschaft Amber Grid angemeldet. Im dritten Baltenstaat Estland hält E.ON rund ein Drittel des Gasversorgers Eesti Gaas.

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