SPD streitet nach Absturz in Umfrage über politischen Kurs

Die SPD kommt einer Umfrage zufolge auf nur noch 23 Prozent der Stimmen. Das trübt die Freude am Regieren und hat zu handfester Kritik der Basis am Kurs von Bundessuperminister Sigmar Gabriel geführt.

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In der SPD macht sich 100 Tage nach Beginn der Regierungsarbeit Unruhe wegen der schlechten Umfragewerte breit. Vor allem Vertreter des linken Flügels forderten Parteichef Sigmar Gabriel im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zu Kursänderungen auf. „Wir müssen uns um unser Profil bemühen und an organisatorischen Schwächen arbeiten“, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende, Ralf Stegner. Insbesondere die Ostthemen nehme die SPD „nicht ernst genug“.

Der Berliner Landeschef Jan Stöß kritisierte, Kanzlerin Angela Merkel vereinnahme die sozialdemokratischen Erfolge in der Bundesregierung gern für sich. „Wir müssen stärker in den Fokus rücken, dass wir es sind, die soziale Verbesserungen meist gegen den Widerstand der Union durchgesetzt haben und weiter durchsetzen müssen“, sagte Stöß. Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin forderte die Erschließung neuer Themengebiete. „Wenn man für seinen Wahlkampf bei einer Bundestagswahl 25 Prozent bekommt, braucht man sich nicht zu wundern, dass man auch bei 25 Prozent bleibt, wenn man die Themen dann in Regierungsverantwortung umsetzt.“

In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ verliert die SPD einen Punkt und erreicht noch 23 Prozent der Stimmen. Die Union legt im Sonntagstrend dagegen um einen Punkt auf 42 Prozent zu.

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