Syngenta steigert Gewinne mit Pestizid-Geschäften

Der größte Hersteller von Pflanzenschutzmitteln Syngenta hat seinen Gewinn gesteigert. Grund ist eine stärkere Nachfrage nach Pestiziden in Osteuropa. In der Ukraine kompensierte der Konzern die schwankenden Währungskurse durch Preiserhöhungen.

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Der weltgrößte Hersteller von Pestiziden Syngenta hat wegen des ungewöhnlich milden Winters einen guten Start in die europäische Anbausaison erwischt. Bauern konnten früher aussähen und durch das warme Wetter in Europa war der Bedarf an Pestiziden hoch. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal zu konstanten Wechselkursen um fünf Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar, wie das Schweizer Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Damit lag der Konkurrent von Bayer und Monsanto im Rahmen der Analystenschätzungen. Unbereinigt betrug der Zuwachs allerdings lediglich zwei Prozent. Der Grund: Syngenta bekam die Abwertung mancher Schwellenländer-Währungen zum Dollar zu spüren. An der Börse konnte Syngenta mit seinen Umsatzzahlen punkten: Der Syngenta-Kurs legte an der Schweizer Börse um 1,16 Prozent auf 340 Franken zu.

„Für das Gesamtjahr halten wir an unseren Umsatzwachstumserwartungen von sechs Prozent für das integrierte Geschäft zu konstanten Wechselkursen fest“, sagte Konzernchef Mike Mack. Wegen der Kursverluste mehrerer Schwellenländer-Währungen im Auftaktquartal werde der operative Gewinn im Gesamtjahr aber stärker als bisher erwartet mit 100 Millionen Dollar belastet. Bisher hatte Mack mit 50 Millionen Dollar gerechnet. Laut Finanzchef John Ramsay macht Syngenta insbesondere der Absturz der ukrainischen Landeswährung Hrywnja zu schaffen. Befürchtungen, der Konflikt mit Russland werde sich ausweiten und die ukrainische Wirtschaft noch stärker absacken, ließen den Hrywnja-Kurs zum Dollar seit Jahresbeginn um ein Drittel einbrechen (mehr hier).

In der Region Europa, Afrika, Mittlerer Osten kletterte der Umsatz im Auftaktquartal zu konstanten Wechselkursen um zehn Prozent auf 2,01 Milliarden Dollar. Hinter dem Anstieg stand eine starke Nachfrage nach Pestiziden. In den ehemaligen Sowjet-Republiken, wozu auch die Ukraine zählt, habe das Wachstum trotz der instabilen Lage angehalten. „Wir haben dort unsere Preise angehoben“, sagte Finanzchef Ramsay zu Reuters. In der Ukraine habe Syngenta wahrscheinlich zwei Drittel der Währungsverluste über die Preise wettmachen können. Syngenta erzielt rund vier bis fünf Prozent seiner Gesamtumsätze in den ehemaligen Sowjet-Republiken.

In Nordamerika bekam der Konzern im Quartal dagegen den anhaltend kalten Winter in vielen Regionen zu spüren. Die Pflanzsaison startete verspätet. Zudem wurden wegen der Dürre in Kalifornien weniger Mittel gegen Insekten- und Pilzbefall nachgefragt. Der Nordamerika-Umsatz sank deshalb insgesamt von Januar bis März binnen Jahresfrist zu konstanten Wechselkursen um sieben Prozent auf 1,232 Milliarden Dollar. In der Region Asien/Pazifik nahm der Umsatz dagegen um 14 Prozent auf 558 Millionen Dollar zu.

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