Separatisten stürmen Sitz des Gouverneurs von Luhansk

Pro-russische Separatisten haben im ostukrainischen Luhansk den Sitz des Gouverneurs der gleichnamigen Region gestürmt. Die Separatisten wollen nur dann über eine Freilassung der deutschen Militär-Beobachter verhandeln, wenn die EU ihre Sanktionen aufhebt.

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Prorussische Separatisten stürmen nach Polizeiangaben im ostukrainischen Luhansk den Sitz des Gouverneurs der gleichnamigen Region.

Russland übt scharfe Kritik an der Europäischen Union. Die EU stehe unter der Fuchtel der USA, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau. Die Sanktionen gegen Russland würden nicht helfen, die Lage in der Ukraine zu stabilisieren.

Die russische Regierung bereitet nach den Worten der Präsidentin des Föderationsrates, Walentina Matwijenko, Gegenmaßnahmen auf die vom Westen verhängten Sanktionen vor. „Solche unfreundlichen Angriffe (…) können nicht ohne eine Antwort bleiben, und ich glaube, es muss eine Antwort darauf geben“, zitiert sie die Nachrichtenagentur Interfax.

Die EU verhängte Sanktionen gegen 15 russische Politiker und Militärs sowie gegen mehrere Separatisten-Anführer. Anders als die USA belegte die EU aber keine russischen Geschäftsleute mit Sanktionen (mehr hier).

Auch der selbsternannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, war von den Sanktionen ausgenommen worden. Dennoch macht er Verhandlungen über die Freilassung der ausländischen Militär-Beobachter von der Aufhebung der EU-Sanktionen abhängig.

Die Nato hat nach Angaben eines Sprechers keine Informationen darüber, dass sich die russischen Manöver-Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine zurückgezogen haben. Russland hatte gesagt, die Truppen seien in ihre Stützpunkte zurückgekehrt.

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