IWF verlangt von Kiew Halten der Ost-Ukraine

Wenn die Führung in Kiew die Kontrolle über den Osten der Ukraine verliert, dann will der IWF seine bereits genehmigten Kredite im Umfang von 17 Milliarden Dollar „ändern“. Zudem müsse Kiew seine Reformversprechen auch wirklich umsetzen.

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Bei einem Verlust der Kontrolle über den Osten des Landes benötigt die Ukraine nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch weniger Finanzhilfe. Der bereits genehmigte Kredit über 17 Milliarden Dollar für das von Unruhen erschütterte osteuropäische Land müsse dann „geändert“ werden, teilte der Fonds am Donnerstag mit.

Eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Ukraine und Russlands, das etwa ein Viertel der Exporte Kiews kauft, dürfte die Wirtschaft in der Ukraine belasten. Zudem bestehe Unsicherheit mit Blick auf das Versprechen der ukrainischen Regierung, politisch unbeliebte Reformen auch wirklich umzusetzen, warnte der IWF.

Die pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine weiteten derweil ihre Machtbasis aus. Demonstranten stürmten das Gebäude der Staatsanwaltschaft in der Industriemetropole Donezk (Video dazu hier).

Bereits am Mittwoch übernahmen Bewaffnete die Kontrolle über die Städte Horliwka und Altschewsk in der Nähe der Provinzhauptstadt Luhansk, in der am Dienstag Regierungsgebäude besetzt wurden.

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