Ukraine droht Spaltung: Separatisten lehnen Putin-Vorschlag ab

Die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine haben Putins Vorschlag abgelehnt, ihr für Sonntag geplantes Unabhängigkeitsreferendum zu verschieben. Die ukrainische Armee soll 15.000 Soldaten an der russischen Grenze zusammengezogen haben.

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Die Separatisten in der Ostukraine wollen das für Sonntag geplante Abspaltungsreferendum nicht – wie vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagen – verschieben. „Das Referendum findet am 11. Mai statt“, sagte einer der Vorsitzenden der selbsternannten Republik Donezk, Miroslaw Rudenko, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax.

Putin hatte am Vortag zu einer Verschiebung der von den pro-russischen Kräften geplanten Abstimmung aufgerufen (mehr hier).

Das Festhalten der Separatisten an ihrem Abstimmungs-Termin zeigt, dass sie offenbar nicht von Russland gelenkt werden. Auch die New York Times hat berichtet, dass die Aufständischen in Donezk auf eigene Faust kämpfen. Unterstützung erhalten sie nur von den Bürgern vor Ort (hier).

Ein Referendum in der Ostukraine über deren Abspaltung wäre aus Sicht der Europäischen Union nicht demokratisch legitimiert. Es sollte nicht stattfinden, erklärt die EU.

Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums an der Grenze zu Russland 15.000 Soldaten zusammengezogen. Das meldet die Nachrichtenagentur RIA.

US-Vizeaußenminister William Burns fordert hingegen Russland auf, seine gefährliche und unverantwortliche Politik in der Ukraine zu stoppen. Die Lage dort sei hochexplosiv.

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