Pleite-Stadt Detroit dreht ihren Bürgern den Wasserhahn zu

Hunderttausende Bürger der US-Stadt Detroit müssen ohne Wasser leben. Die Stadt hat ihnen den Wasserhahn abgedreht, weil sie die Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Etwa 40 Prozent der Stadtbevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die US-Regierung hat bisher jegliche Finanz-Hilfen für die Pleite-Stadt abgelehnt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Stadt Detroit hat 300.000 ihren Bürger die Wasserversorgung abgedreht. Detroit hat eine Einwohnerzahl von etwa 700.000 Menschen. Damit muss aktuell fast die Hälfte der Einwohner ohne Wasser auskommen. Auslöser des Wasser-Stopps sind nicht bezahlte Wasser-Rechnungen.

Die kommunale Wasser-Rechnung beträgt durchschnittlich 65 US-Dollar im Monat. Doch der landesweite Durchschnittspreis liegt bei 40 US-Dollar. Nach Angaben von AP sollen aktuell 90.000 Bürger von Detroit Zahlungsrückstände von mindestens zwei Monaten haben. Alleine sie schulden der Stadt 90 Millionen US-Dollar.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die durchschnittliche monatliche Wasser-Rechnung um 119 Prozent verteuert, meldet die Bürgerinitiative „Voice of Detroit“. Etwa 40 Prozent der Stadtbevölkerung lebt mittlerweile unter der Armutsgrenze.

Die einstige GM-Stadt hat fast 20 Milliarden Dollar Langzeit-Schulden. In den 50er Jahren wuchs die Stadt auf 1,8 Millionen Einwohner an. Mittlerweile aber sind ganze Stadtteile der Metropole praktisch menschenleer. Von 2000 bis 2010 schrumpfte die Bevölkerung um 250.000 Einwohner (mehr hier).

Die Obama-Regierung lehnt ein Bail-Out für die Pleite-Stadt vehement ab. Sie soll nicht gerettet werden (mehr hier).

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick