Geringe Einkommen: Europäer kaufen weniger Autos

Die Automobil-Hersteller können nicht mit einer Steigerung des Absatzes auf dem europäischen Markt rechnen. Die Auto-Verkäufe stagnieren aufgrund hoher Arbeitslosigkeit und niedriger Einkommen. Doch statt Fabriken in Westeuropa zu schließen, hoffen die Autobauer auf eine anziehende Konjunktur.

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Europa bleibt für die Automobilindustrie ein schwieriger Markt. Auch bis 2020 sei nicht mit einer nennenswerten Steigerung der Pkw-Verkäufe zu rechnen, prognostiziert die Unternehmensberatung Alix Partners in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung.

Der Absatz werde in Ost- und Westeuropa weiter in einer Spanne zwischen 18 und 19 Millionen Fahrzeugen verharren, in der er sich seit 2009 bewege. Damit bleibe die Zahl der verkauften Fahrzeuge etwa ein Fünftel unter der Rekordmarke von 2007.

Als Gründe nennen die Autoexperten stagnierende Einkommen und hohe Arbeitslosigkeit wegen ungelöster Probleme in der Euro-Zone. Hinzu komme die generell abnehmende Bedeutung des Autos und die Überalterung der Gesellschaft.

Die Branche scheint daraus jedoch noch keine Lehren gezogen zu haben. Obwohl Experten schon vor längerem die Schließung von Fabriken in Westeuropa empfohlen haben, um die Kapazitäten an die geringere Nachfrage anzupassen, haben erst wenige diesen Rat befolgt.

Während die Automobilindustrie in den USA die Zahl der Montagewerke unter dem Strich um zehn verringert habe, lasse die europäische Konkurrenz ihre Fabriken lieber offen und hoffe auf ein Anziehen der Konjunktur, stellen die Verfasser der Studie fest. Insgesamt gebe es heute in Gesamteuropa sogar ein Automobilwerk mehr als vor Ausbruch der Krise.

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