Selbstverbrennung vor libyscher Botschaft in Berlin

Vor der libyschen Botschaft in Berlin hat sich am Freitagmorgen ein Tunesier selbst angezündet. Der 25-Jährige kam schwer verletzt per Hubschrauber ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben stellte der Mann keine politischen Forderungen, sondern lag mit der Botschaft seit längerem im Streit um Zahlungsansprüche.

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Vor der libyschen Botschaft in Berlin hat sich am Freitag ein junger Tunesier selbst angezündet und lebensgefährlich verletzt. Ein Sprecher der Berliner Polizei schloss ein politisches Motiv aus. „Bei dem Mann handelt es sich um einen Tunesier Mitte 20, der hier schon mehrfach aufgefallen ist, weil er sich mit der Botschaft um Geldauszahlungen gestritten hat“, sagte der Polizeisprecher Reuters-TV. Ein Mitarbeiter der Botschaft sagte, der Mann sei gebürtiger Tunesier, habe aber im libyschen Bürgerkrieg gekämpft. Daher stünden ihm Geldzahlungen zu. Im Mai und Juni seien im jeweils 1000 Euro ausbezahlt worden. Vor einigen Tagen habe er sich mit Rasierklingen selbst verletzt, weil er den Botschafter nicht habe sehen dürfen.

Den Polizeiangaben zufolge tauchte der junge Mann kurz vor 11.00 Uhr mit einer Flasche Lampenöl vor der Botschaft im Stadtteil Dahlem auf. Das Sicherheitspersonal habe ihn wiedererkannt, die Polizei gerufen und den Mann auch angesprochen. Dieser habe sich dennoch mit dem Öl übergossen, sich angezündet und sei über die Straße gerannt. Das Sicherheitspersonal habe ihm das brennende T-Shirt heruntergerissen und das Feuer gelöscht. „Trotzdem ist er durch die Flammen lebensgefährlich verletzt worden“, sagte der Sprecher. Der Verletzte wurde mit einem Hubschrauber in eine Berliner Spezialklinik gebracht.

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