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Daimler baut selbstständig fahrenden Lkw

Die Jungfernfahrt eines 40 Tonnen schweren und eigenständig fahrenden Lkw auf der A2 verlief erfolgreich. Im Fokus des Unternehmens stehen das Sparpotenzial und die Vermeidung von Unfällen. Doch Gewerkschaften warnen: Der Fahrer dürfe nicht unterfordert werden.

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Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG für Daimler Trucks & Daimler Buses, präsentiert den Future Truck 2025.  (Foto: Copyright 2014 Daimler AG)

Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG für Daimler Trucks & Daimler Buses, präsentiert den Future Truck 2025. (Foto: Copyright 2014 Daimler AG)

Das Fahren ohne Hand am Steuer soll nicht nur bei Autos, sondern nach Vorstellung von Daimler auch bei Schwerlastern Alltag werden. Der Automobilhersteller führte als erster Lkw-Hersteller den Prototyp eines 40-Tonners vor, der ohne Zutun des Fahrers bis zu 85 Stundenkilometer schnell auf der Autobahn fahren kann. Eine Markteinführung sei Mitte des kommenden Jahrzehnts vorstellbar, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für autonomes Fahren rechtzeitig geschaffen würden, sagte Daimler-Vorstandsmitglied Wolfgang Bernhard in Magdeburg. Mit der Autopilotenfunktion sollen Staus und Unfälle vermieden werden.

Daimler ist weltweit der größte Hersteller von mittelschweren und schweren Lastkraftwagen und will seine führende Position behaupten. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung des Lkw mit seiner gesamten Umwelt: Vom Fahrer und Spediteur bis hin zur Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern. „In diesem Zukunftsmarkt mit attraktivem Umsatz- und Ertragspotenzial wollen wir die Nummer eins sein”, betonte Bernhard.

Für Transportunternehmen soll der selbstständig fahrende Laster Einsparungen ermöglichen: Auch künftig werden rund drei Viertel aller Güter in der EU auf der Straße transportiert. Für Deutschland prognostiziert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Steigerung des Güterverkehrs von heute 3,7 auf fast 5,5 Milliarden Tonnen im Jahr 2050. Sinken hier die Kosten, ergeben sich Wachstumsimpulse.

Die Staugefahr und das Unfallrisiko seien geringer, womit Kraftstoffkosten, Emissionen und Versicherungsprämien sinken könnten, erklärte Daimler. Abstandsregeltempomaten, automatische Bremsassistenten, Stabilitätsregelungs- oder Spurhalteassistenten werden hunderttausendfach installiert. Der neue „vorausschauende“ Tempomat „Predictive Powertrain Control“ vernetzt Informationen über Topographie und Streckenverlauf mit dem Antriebsstrang und sorgt so für eine kraftstoffsparende Fahrweise des Lkw.

Der Fahrer könnte die Zeit in der Kanzel zudem sinnvoller verbringen – und etwa die Routenplanung bearbeiten oder das Schnitzel an der nächsten Raststätte vorbestellen. Pläne, den Fahrer langfristig ganz aus dem Lkw zu verbannen, gebe es nicht. Forschungsarbeit dazu gibt es jedoch bereits. Pläne für komplett autonome fahrende Pkw ohne Lenkrad hatte Google zuletzt vorgelegt.

Das System entlastet den Fahrer nicht nur von monotonen Tätigkeiten, vielmehr gewinnt dieser Zeit für Aufgaben, die beispielsweise bisher noch der Disposition vorbehalten sind. Aufstiegsmöglichkeiten von der reinen Fahrtätigkeit zum Transportmanager sind damit vorstellbar. Der Beruf des Lkw-Fahrers werde attraktiver – autonomes Fahren sei deshalb auch eine Antwort auf den Fahrermangel, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) erklärte hingegen, dass Einsparungen nicht das Ziel seien, das für die Transportunternehmer derzeit mit Blick auf autonomes Fahren am wichtigsten wäre. Priorität habe das Vermeiden von Unfällen, sagte Werner Andres, Abteilungsleiter Verkehrssicherheit beim BGL. Die Systeme müssten absolut sicher sein und ihre Funktionsfähigkeit ständig selbst kontrollieren. Der Standard müsse strenger sein als bei Pkw.

„Lkw transportieren lebende Tiere, Nahrungsmittel oder Gefahrgut – die brauchen einen viel höheren Sicherheitsgrad”, betonte Andres. Mit der Änderung eines weltweiten Abkommens wurde kürzlich die Basis gelegt, dass Fahren ohne Hand am Steuer gesetzlich erlaubt wird. Die Gesetzgebung wird aber noch Jahre dauern.

Die britische Gewerkschaft Unite zeigte sich skeptisch. Die Fahrer könnten erst recht unaufmerksam werden, wenn sie nur noch hinter dem Steuer herumsitzen oder sich mit Papierkram oder Computer beschäftigen müssten, erklärte Adrian Jones, Verkehrsexperte von Unite. Letztlich trügen sie aber die Verantwortung und müssten in Notfällen eingreifen.

Daimler plant Modelloffensive gegen Audi und BMW in China

Im Premiumsegment will Daimler den Rückstand der Nobelmarke Mercedes gegenüber den Rivalen Audi und BMW in China zügig aufholen. „Ich bin sehr, sehr positiv gestimmt“, sagte China-Vorstand Hubertus Troska der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir werden dieses Jahr mit der neuen S-Klasse die Wettbewerber wieder überholen. Und 2015 wird insgesamt noch viel besser“, stellte er in Aussicht. Im vergangenen Jahr hatte BMW von seinem Spitzenmodell 7er 26.000 Stück verkauft, Mercedes von der S-Klasse nur 22.000 Stück. Jahrelang zuckelten die Schwaben den beiden Rivalen am rasant wachsenden Markt China mit weitem Abstand hinterher. 2013 verkaufte Mercedes dort insgesamt 228.000 Autos, verglichen mit einem Absatz von 362.000 Wagen von BMW und 492.000 vom Platzhirschen Audi.

Mit einer Modelloffensive will Daimler den Konkurrenten nun beikommen. Wachstumstreiber für die Zukunft sollen neben der neuen S-Klasse ab Herbst auch die neue C-Klasse sowie zahlreiche weitere Modelle sein, die für den chinesischen Markt neu sind: Bis Ende 2015 planen die Stuttgarter 20 Markteinführungen von neuen oder aufgehübschten Modellen. „Wir lernen, China besser zu verstehen und das auch in der Produktentwicklung umzusetzen. Da waren wir ein bisschen hinterher“, räumte Troska ein.

In China, dem größten Automarkt der Welt, entscheidet sich, ob Daimler-Chef Dieter Zetsche das Ziel schafft, bis 2020 wieder der weltweit größte Premiumhersteller zu werden. Vor zehn Jahren hatte die Marke mit dem Stern den ersten Platz an BMW verloren und liegt inzwischen hinter der Volkswagen-Tochter Audi auf Platz drei. BMW verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 1,65 Millionen Autos mit dem weiß-blauen Emblem. Audi lag mit einem Absatz von 1,57 Millionen Fahrzeugen rund 100.000 Stück vor Mercedes.

Daimler wird die Produktionskapazitäten in seinem US-Werk im Zuge der Einführung der neuen C-Klasse deutlich steigern. Die Produktion werde signifikant über dem bisherigen Niveau liegen, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns. Eine Größenordnung nannte er nicht. Derzeit produziert Mercedes im Werk Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama rund 185.000 Fahrzeuge im Jahr, vor allem die Geländewagen-Reihen der M- und GL-Klasse. Hinzu kam nun die Limousine der C-Klasse, die bereits in Bremen und East London in Südafrika vom Band rollt. In Kürze soll die C-Klasse auch in China gefertigt werden.

Die deutschen Oberklassehersteller weiten ihre Kapazitäten derzeit in den USA aus, weil sich der Markt dort von den Folgen der Finanzkrise erholt. BMW will seine Fabrik in Spartanburg im US-Staat South Carolina bis 2016 um die Hälfe auf die Produktion von 450.000 Fahrzeugen aufstocken.

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Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Der bayrische Ministerpräsident hält die Sicherheitslage nach den Anschlägen in Bayern für ernst un bedrohlich. Er rief die Bürger zur Wachsamkeit auf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dagegen, dass von den Flüchtlingen keine besonders hohe Gefahr ausgehe.
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als «ernst und bedrohlich» beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern im Münchner Merkur zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. «Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.»

Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. «Die Aufstockung wird signifikant sein», sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass «alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird».

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach erneut vor einer Vorverurteilung muslimischer Flüchtlinge gewarnt. «Wir wissen, dass Flüchtlinge weder Heilige noch Sünder sind», sagte der Minister am Montagabend im ZDF. Man könne aber nicht sagen, dass von ihnen eine besondere hohe Gefahr ausgehe. Er empfehle den Bürgern deshalb, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten. Es gebe zwar Verunsicherung bei den Deutschen. Aber: «Ich kann nicht erkennen, dass unsere deutsche Bevölkerung voller Angst ist», sagte der CDU-Politiker.

Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.
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Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. Nun verbinden sie auch noch die Attentäter von Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. (Foto: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montagabend gesagt, dass die Organisation des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch unternehmen könnte, berichtet Haberler. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew ist ein Kreml-naher und gleichzeitig Erdogan-naher Politiker, der bei der Aussöhnung zwischen Putin und Erdogan die Schlüsselrolle gespielt hat.

In Kirgisien gab es im Zuge der „Farbrevolutionen“ einen Umsturzversuch der Regierung. Wie bei allen anderen „Farbrevolutionen“, erhielten die Anhänger der „Tulpen-Revolution“ in Kirgisien Unterstützung aus den USA. Als Geldgeber fungierten US-Stiftungen und der US-Milliardär George Soros. Der Spiegel hatte bereits im Jahr 2005 von einer regelrechten weltweiten „Revolutions-GmbH“ berichtet.

Der pensionierte US-Oberst Robert Helvey und Mitarbeiter der Defense Intelligence Agency (DIA) und weitere ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter agieren als „Trainer“ von Demonstranten und Aktivisten, berichtet George N. Katsiaficas in seinem Buch „Asia’s Unknown Uprisings“.

Stratfor berichtete im Jahr 2010, dass die versuchte Revolution in Kirgisien ganz offen von westlichen Nichtregierungsorganisationen organisiert und unterstützt wurde, um die pro-russischen Eliten abzusetzen. Doch die sind aktuell erneut an der Macht und auch die Ambitionen der USA und der Nato, die Regierung in Bischkek zu stürzen und sie durch pro-westliche Eliten zu, dauern an.

Kirgisien hat Grenzen mit Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Es gibt einen direkten Weg von Kirgisien in die chinesische Region Sincan (Xinjang), wo die uigurische Minderheit lebt. Dort ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und Sicherheitskräften gekommen. Sincan wurde im Jahr 1948 von China besetzt. Es ist neben Tibet eines der größten Unruheregionen.

Von Kirgisien aus, würden sich in ganz Zentralasien humanitäre oder militärische Operationen durchführen lassen. In dem Land befindet sich ein aktiver russischer Luftwaffenstützpunkt und ein offiziell inaktiver US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, der beim Afghanistan-Einsatz genutzt wurde.

Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Die syrische Armee hat mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wichtige Gebäude in der Stadt Aleppo von den Islamisten befreit. Die internationalen und islamistischen Söldner, die sich als syrische „Opposition“ ausgeben, fordern ein Ende der Luftschläge.
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Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. Doch nun wird ein Stopp der Luftangriffe gefordert. (Foto: dpa)

Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. (Foto: dpa)

Die syrische Armee (SAA) hat am Montag mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Kontrolle über zwölf wichtige Gebäude im Al-Layramoun-Viertel der Stadt Aleppo errungen, berichtet Al-Masdar News. Im Einsatz war die 4. Mechanisierte Division der SAA. Die Gebäude standen zuvor unter der Kontrolle von islamistischen Söldner. Der Vorstoß ist deshalb so wichtig, weil die SAA kurz davor steht, das Industrieviertel von Al-Layramoun einzunehmen.

Russland hat Syrien mit mehreren Pionierpanzern des Typs IMR-2M versorgt, die die T-90-Panzer unterstützen sollen, berichtet South Front. Der IMR-2M eignet sich dazu, Hindernisse, wie beispielsweise große Gebäudeteile oder Felsbrocken, auf einem Schlachtfeld zu beseitigen, um das Vordringen der T-90-Panzer zu ermöglichen.

Die syrische „Opposition“, einschließlich der islamistischen Söldner-Truppen, fordern den Stopp der Luftangriffe auf Ziele der Terror-Miliz ISIS, da bei den Luftangriffen zahlreiche Zivilisten ums Leben kommen würden. Derartige Vorfälle trieben den Terroristen neue Anhänger in die Arme, erklärte der Präsident der Syrischen National-Koalition, Anas al-Abdah, in einem am späten Mittwochabend verbreiteten Brief an die Staaten der Anti-IS-Koalition.

Tatsächlich sind in den vergangenen Tagen offenbar zahlreiche Zivilisten bei Luftangriffen der Amerikaner und der Franzosen getötet worden. 

US-Präsident Obama und Russlands Präsident Putin kooperieren in Syrien. Die zahlreichen internationalen und islamistischen Söldner kämpfen dagegen auf eigene Rechnung, weil sie von verschiedenen Staaten, vor allem aus der Golf-Region, finanziert werden.

Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Donald Trump hat Hillary Clinton erstmals bei einer Umfrage überholt. Interessant: Die Umfrage wurde von CNN durchgeführt, einem eher dem Lager der Demokraten zuzurechnenden TV-Sender.
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Donald Trump. (Foto: dpa)

Donald Trump. (Foto: dpa)

Nach dem Nominierungs-Parteitag der Republikaner hat deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht. Trump lag in einer Befragung für CNN vom Montag bei 48 Prozent Wählerzustimmung, die demokratische Anwärterin Hillary Clinton bei 45 Prozent. Damit legte Trump sechs Prozentpunkte hinzu.

Clinton soll am Dienstag beim Parteitag der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Am Donnerstag wird die frühere Außenministerin ihre erste Rede als offizielle Präsidentschaftskandidatin halten. Kurz vor dem Parteitag hatte sie den Senator Tim Kaine als ihren Vizepräsidenschaftskandidaten benannt.

Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Sparkassen, Volks- und Raffeisenbanken und kleine unabhängige Banken werden demnächst einem strengeren Stresstest unterzogen als die internationalen Großbanken: Sie müssen ein Niedrigzins-Szenario bestehen - was den großen Banken erspart bleibt, allerdings für alle Banken gleichermaßen problematisch ist.
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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Nach dem umfassenden Stresstest für Großbanken in Europa müssen sich auch kleinere deutsche Institute auf einen abgespeckten Belastungstest einstellen. Die Bundesbank will zusammen mit der Finanzaufsicht BaFin eine Niedrigzinsumfrage aus dem Jahr 2015 neu auflegen, erklärte die Bundesbank am Montag. „Wir wollen damit die Widerstandskraft der Banken und Sparkassen im Niedrigzinsumfeld überprüfen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der Deutschen Presse-Agentur. Die Umfrage zielt vor allem auf die rund 1500 Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie kleinere Privatbanken in Deutschland.

Die Ergebnisse des Stresstests für Großbanken will die Regulierungsbehörde EBA am Freitagabend veröffentlichen. Ein Niedrigzins-Szenario ist dabei jedoch nicht enthalten, was bei vielen Bankern und Experten auf Unverständnis stößt. Die Leitzinsen im Euro-Raum liegen auf einem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen bezahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen fällt es vielen Geldhäusern zunehmend schwer, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Bei ihrem nächsten Belastungstest wollen Bundesbank und BaFin von den Geschäftszahlen der Institute für 2016 ausgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im zweiten Halbjahr 2017 veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Bankenwächter zu dem Schluss gekommen, dass die allermeisten kleinen und mittelgroßen Banken in Deutschland trotz massiver Gewinneinbußen in den nächsten Jahren die niedrigen Zinsen verkraften können. Bei der Prüfung, deren Ergebnisse im vergangenen September veröffentlicht wurden, waren die Institute bis 2019 im Schnitt von einem Gewinnrückgang um 25 Prozent vor Steuern ausgegangen.

BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
Das BKA meldet einen signifikanten Anstieg von Personen unter Terrorverdacht, die sich unter die Flüchtlinge gemischt haben. Darunter sollen sich auch „islamistisch motivierte Kriegsverbrecher“ befinden.
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Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen und gegen die ermittelt wird, ist laut einem Zeitungsbericht zuletzt angestiegen. Derzeit liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder 410 Hinweise auf mögliche Extremisten unter den Flüchtlingen vor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtete.

Auch der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Mitte Mai hatte es demnach noch 369 Hinweise gegeben. In 60 Fällen leiteten die Behörden demnach Ermittlungsverfahren ein. Auch dies sei eine Zunahme; vor zweieinhalb Monaten seien es noch 40 Verfahren gewesen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne, auch nicht auf den Bahnverkehr, vor“, hieß es laut „NOZ“ aus dem BKA. Auch die jüngsten Attentate hätten nicht zu einer anderen Einschätzung der Gefährdung geführt.

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitierte die NOZ weiter aus einem BKA-Schreiben. Die Attentate von Paris hätten gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen.

Auch die Zahl der islamistischen Extremisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien machten, um dort auf der Seite des IS im Bürgerkrieg zu kämpfen, wuchs laut dem Bericht zuletzt weiter. Nach derzeitigem Stand seien laut BKA etwa 840 Unterstützer nach Syrien gereist – im Mai seien es erst 800 gewesen. Gut ein Drittel ist wieder zurück in Deutschland, etwa 70 waren nach Erkenntnissen der Ermittler in Ausbildungslagern oder nahmen an Kampfhandlungen teil.

Am Sonntagabend hatte sich im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Wenige Tage zuvor hatte bei Würzburg ein 17-jähriger Flüchtling aus vermutlich islamistischen Motiven Reisende mit Axt und Messer angegriffen. In einem Regionalzug und später auf der Flucht verletzte er fünf Menschen schwer. Polizisten erschossen den Jugendlichen.

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