Bewachung von Julian Assange kostet Steuerzahler 9 Millionen Euro

Die Bewachung des Wikileaks-Gründers Julian Assange kommt dem britischen Steuerzahler teuer zu stehen. Seit seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors in London gab die Hauptstadt-Polizei umgerechnet 9 Millionen Euro aus. Der Grund: Rund um die Uhr sind Polizisten vor der Botschaft in Alarmbereitschaft, um Assange beim Verlassen des Gebäudes abzufangen.

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Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich seit 777 Tagen in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Botschaft wird rund um die Uhr von britischen Sicherheitskräften überwacht. Der seit zwei Jahren laufende Polizei-Einsatz hat den britischen Steuerzahler umgerechnet 9 Millionen Euro gekostet. Das sind tägliche Kosten in Höhe von 11.000 Euro.

Rund um die Uhr stehen zahlreiche Polizeibeamte vor dem Botschaftsgebäude. Sie sollen Assange verhaften, sobald er aus der Botschaft kommt.„Es ist absolut lächerlich, dass Gelder für diese Art von Polizeiarbeit ausgegeben werden. Das ist eine Verschwendung“, zitiert govwaste.co.uk den Bürgermeister von London, Boris Johnson. Doch auch der hochrangige ehemalige Scotland Yard-Beamte, Dai Davies, sagt: „Es ist unfair dem Steuerzahler gegenüber, diese Farce weiter zu finanzieren.“

Ein britisches Gericht hatte am 19. Juni 2012 Assanges Auslieferung an Schweden erlaubt. Nach dem Richterspruch floh der Wikileaks-Gründer in die Botschaft Ecuadors in London.

Nach britischem Recht dürfen britische Beamte die Botschaft stürmen. Voraussetzung ist, dass sie die Botschaft eine Woche vor dem Betreten der Räumlichkeiten über das Vorhaben informieren. Nach Eingang der Benachrichtigung würde die Botschaft ihren diplomatischen Schutz verlieren.

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