Das Ende des Kühlschranks: Kühlbox ohne Strom erfunden

Ein russische Entwickler hat eine neue Generation von Kühlschränken erfunden. Die Nahrung wird einfach in eine Masse aus geruchlosem Gel geschoben, das automatisch die Temperatur hält. Mit dem biologischen Kühl-Roboter will er Energie und Platz sparen.

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Es sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus, wie Dmitriev sich das Design seines neuen Küchengeräts vorstellt. Auf flickr ist ein erstes Bild von diesem Projekt zu sehen. Alle Lebensmittel schweben unsortiert im grünen Gel.

Deshalb müssen die Vorteile überzeugen, damit die Entwicklung auch eine Chance hat, Realität zu werden. Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Größe. Durch das Gel und die platzsparende Konstruktion, nimmt der Kühlschrank nur ein Viertel des Volumens der aktuellen Standardmodelle ein. Das Kühlmodul ist winzig. 90 % des Geräts wird genutzt, um Nahrung zu konservieren.

Außerdem kann dort jedes Lebensmittel im Gel aufbewahrt werden und gleichzeitig werden die Gerüche nicht auf andere Nahrung abgegeben. Das ist natürlich insbesondere bei geruchsintensivem Essen wie Fisch oder Gerichten mit Knoblauch und Zwiebeln der Fall. Fische könnte man laut dem Erfinder ganz einfach in das Gel schieben und der Geruch wird nicht weitergetragen.

Der Kühlschrank ist eine Art biologischer Roboter. Die Bestandteile im Gel, die für die Kühlung zuständig sind funktionieren mit Lumineszenz. Das bedeutet, im Kühlschrank geht das Licht nicht erst an, wenn die Tür geöffnet wird. Eine Tür gibt es bei Yuriy sowieso nicht mehr. Vielmehr leuchtet das Gel von alleine. Es generiert Licht, wenn es eine bestimmte niedrige Temperatur erreicht.

So kann der Bio-Roboter-Kühlschrank auf jede beliebige Art installiert werden. Auch wenn die Geräte üblicherweise hochkant an der Wand stehen, gibt es bei dieser Variante viel mehr Möglichkeiten. In einem Youtube Video wird erklärt, dass der Kühlschrank auch an der Decke installiert werden könnte.

Ein Vorteil sollte auf jeden Fall der Energieverbrauch sein. Denn laut Entwickler ist der Stromverbrauch im laufenden Betrieb sehr gering. Genaue Daten gibt es hier allerdings nicht von Yuriy Dmitriev. Der Russe verrät ebenfalls nicht, welche Bestandteile im Gel enthalten sind.

Er erklärt lediglich, dass das Gel den Geruch von Lebensmittel abhält und selbst nicht klebt. Schließlich sollte das Gel nicht weniger werden und an den Lebensmitteln hängen bleiben, wenn sie herausgenommen werden.

Darüber hinaus bleiben noch viele Fragen offen. Wird das Gel dreckig und wie kann es gereinigt werden? Auch wurde bisher nicht geklärt, wie die Nahrung auf das Gel reagiert. Selbst wenn es sicherlich interessant aussieht, den Fisch einfach in die Kühlmasse zu schieben – wäre es durchaus wünschenswert, dass der Nutzer keine Angst haben muss vor Veränderungen der Lebensmittel.

Der Erfinder gibt sich und seinem Kühlschrank noch einige Jahre Zeit, um seine Kreation massentauglich zu machen. Wie die Website Bornrich schreibt, soll erst im Jahre 2050 die Markteinführung geschehen. Bis dahin können dann auch noch die ungeklärten Fragen über Gesundheitsverträglichkeit beantwortet werden.

 

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