Obama holt Google-Top-Managerin ins Weiße Haus

Vom Silicon Valley nach Washington D.C.: Eine der Top-Managerinnen von Google wird Chef-Technikerin der USA. Datenschützer reagieren besorgt auf die Entscheidung: Sie fürchten, dass damit Insider-Wissen über Googles Daten direkt in die Hände der US-Regierung gelangt.

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Barack Obama macht die Google-Managerin Megan Smith zur obersten Technischen Direktorin der USA (Chief Technology Officer, CTO). Die Aufgaben der 49-Jährigen sind das Entwerfen politische Strategien und Initiativen im IT-Bereich. Ihr Stellvertreter wird der Chef-Jurist von Twitter, Alexander Macgillivray.

Smith studierte Maschinenbau am MIT und ist derzeit Vizepräsidentin des super-geheimen „Google[X] research lab“. Dort war sie verantwortlich für die Projekte Wing (Drohnen) und Loon (Internet soll mittels Ballons nach Afrika gebracht werden). Sie organisierte auch die Firmenübernahmen, aus denen Google Earth und Maps. Zudem ist sie mitverantwortlich für den Google Think Tank Solve For X.

Datenschützer reagieren besorgt auf die Ernennung von Megan Smith: „Wir haben Bedenken, dass weitere Google-Mitarbeiter im Weißen Haus arbeiten“, so Jeffrey Chester, Geschäftsführer des Center for Digital Democracy. „Google hat kein ernsthaftes Interesse an Transparenz, Rechenschaftspflicht oder dem Schutz der Privatsphäre.“ Smith solle klarstellen, ob sie solche Praktiken unterstützt, „bevor sie den Schlüssel zum Weißen Haus erhält“, so Chester in der Washington Post.

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