Espritio Santo: Führung von Portugals Krisenbank wirft nach zwei Monaten hin

Die Führungsetage der ehemaligen Banco Espirito Santo hat nach nur zwei Monaten ihre Posten gekündigt. Für die drei Chefs ist der ursprüngliche Auftrag hinfällig, nachdem der portugiesischen Staat die Bank gerettet und umbenannt hat. Sie waren angetreten, um die Bank mit privaten Geldern zu retten. Portugiesische Medien berichten von einem vorangegangenen Streit mit der Zentralbank.

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Drei Chefs des portugiesischen Geldinstituts Novo Banco – Nachfolger der Krisenbank Banco Espirito Santo (BES) – werfen nach nur zwei Monaten auf ihren Posten das Handtuch. Bankchef Vitor Bento, sein Vize Jose Honorio und Finanzdirektor Joao Moreira Rato begründeten ihren Abgang damit, dass sich ihr ursprünglicher Auftrag, die Bank mit privaten Geldern zu retten, nach der Hilfsaktion des portugiesischen Staates zu sehr geändert habe.

Zuvor hatte eine Zeitung berichtet, dass die Manager das Geldhaus wegen Auseinandersetzungen mit der portugiesischen Zentralbank über die Strategie verlassen würden. Anders als diese wollten die drei Banker die Novo Banco nicht so schnell wie möglich verkaufen, schrieb die Wochenzeitung Expresso.

Die Novo Banco („Neue Bank“) ging aus der Krisenbank Espirito Santo hervor, die im August von Portugal mit fünf Milliarden Euro gerettet worden war. Sie war aufgespalten worden in einen überlebensfähigen Teil, Novo Banco, und in eine „Bad Bank“, in der die Giftpapiere gebündelt sind. Das größte börsennotierte Geldhaus des Landes war über seine finanziellen Verflechtungen mit der Gründerfamilie Espirito Santo gestolpert. Deren Beteiligungsfirmen waren wie Dominosteine gefallen und reihenweise pleitegegangen. Die Führung der Bank hatte bis zuletzt auf eine private Auffanglösung gehofft.

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