Zukunft Agrarmarkt: Bayer investiert massiv in Forschung von Saatgut und Pestiziden

Bayer CropScience will die Forschungsausgaben für neue Saatgutsorten und Pflanzenschutzmittel auf eine Milliarde Euro hochfahren. Der Pharma-Konzern geht davon aus, dass der Weltmarkt für Agrochemie bis 2020 auf 100 Milliarden Euro wächst. Grund sei der weltweit erhöhte Bedarf durch die massiv wachsende Intensiv-Landwirtschaft.

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Bayer CropScience will künftig intensiver nach neuen Pflanzenschutzmitteln und Saatgutsorten forschen und dafür rund eine Milliarde Euro pro Jahr ausgeben. „Wir sind trotz zunehmender Schwankungen vom langfristigen Wachstumspotenzial der Agrarmärkte überzeugt“, sagte Liam Condon am Mittwoch auf der Jahres-Pressekonferenz der Agrochemie-Sparte des Bayer-Konzerns. Der Bedarf nach wirksamen Pflanzenschutzmitteln und ertragreichen Saatgutsorten steige, weil die Landwirtschaft weltweit immer intensiver und professioneller betrieben werde, erläuterte er. Bayer schätzt, dass der Weltmarkt für Pflanzenschutzmittel und Saatgut bis 2020 auf 100 Milliarden Euro wächst. Im vergangenen Jahr hatte die Branche weltweit 68 Milliarden Euro umgesetzt, für 2014 rechnen Analysten mit einem Marktvolumen von 71 Milliarden Euro.

Bayer CropScience ist mit einem Umsatz von 8,8 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 1,7 Milliarden eine der Umsatz- und Gewinnsäulen des Leverkusener Chemie- und Pharmakonzerns. „In Anbetracht der starken Nachfrage nach unseren Produkten werden wir unsere Anlagen und unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter ausbauen“, kündigte Condon an.

Bayer CropScience werde seine Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel und Saatgutsorten – etwa Weizen, der einen höheren Ertrag bringt, oder Reis, der die zunehmende Bodenversalzung in Asien besser verträgt – in den kommenden Jahren auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr hochfahren. 2013 hatte die Sparte 860 Millionen Euro dafür ausgegeben, 2014 sollen es 950 Millionen Euro werden, wie ein Sprecher erläuterte.

Bayer hatte im vergangenen Jahr angekündigt, seine Agrochemie-Sparte mit Investitionen von 2,4 Milliarden Euro bis 2016 stärken zu wollen. Mehr als die Hälfte des Geldes – insgesamt 1,3 Milliarden Euro – fließen nach Europa, 800 Millionen Euro nach Deutschland. Hinzu kommen 700 Millionen Euro für Nordamerika und rund 400 Millionen Euro für Lateinamerika und Asien. „Die größten Investitionen sind für die bestehenden Anlagen in Dormagen, Frankfurt und Knapsack in Deutschland geplant sowie für die Standorte Mobile und Kansas City in den USA“, teilte BayerCropScience mit. Zuletzt hatte der Konzern einen kräftigen Anstieg der Nachfrage nach seinem Pflanzenschutzmittel Liberty verzeichnet – manche Unkräuter waren in den USA resistent gegen Konkurrenzprodukte wie Roundup von Monsanto geworden.

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