Währungen: Dollar steigt, Euro schwach

Der Euro fiel am Donnerstag um rund einen halben US-Cent auf 1,2732 Dollar. Damit steht der Kurs so tief wie seit 22 Monaten nicht mehr. Gründe für die Verluste sind der starke US-Dollar und die Aussicht auf eine anhaltend ultralockere Geldpolitik der EZB.

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So tief stand der Euro in diesem Jahr noch nie. (Grafik: ariva.de)

So tief stand der Euro in diesem Jahr noch nie. (Grafik: ariva.de)

Der Euro hat seine Talfahrt am Donnerstagvormittag beschleunigt. Die Gemeinschaftswährung fiel in der Spitze um rund einen halben US-Cent auf ein 22-Monats-Tief von 1,2732 Dollar.

Gute Zahlen aus dem US-Häusermarkt hatten den Dollar auf den höchsten Wert seit vier Jahren steigen lassen. Auch eine gleichzeitige Schwächung des Yuan durch die Aufdeckung eines Milliarden-Betrugs gab der US-Dollar zusätzlichen Auftrieb.

Dem Euro setzt die Aussicht auf eine anhaltend ultralockere Geldpolitik der EZB immer stärker zu. Einige Investoren spekulieren darauf, dass die Zentralbank im Euro-Raum sogar noch einmal nachlegen könnte. Die EZB hat im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute und eine drohende Deflation ihren Leitzins bereits auf fast null Prozent gesenkt und zahlreiche unkonventionelle Mittel eingesetzt, unter anderem um die Kreditvergabe an Unternehmen zu unterstützen.

Dieses Vorgehen steht im Gegensatz zur US-Notenbank Fed, die langsam wieder zu einer Normalisierung der Geldpolitik übergeht. Ende Oktober sollen die Konjunkturhilfen auslaufen, mit einer Zinsanhebung rechnen die Märkte Mitte 2015.

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