Bank of England will strengeren Stress-Test als die EZB durchführen

Die britische Notenbank hält den EZB-Stresstest offensichtlich für umsonst. Sie will einen noch strengeren Test durchführen. Die Großbanken werden diesen wahrscheinlich nicht bestehen, warnt die Bank of England. Das liegt an den fallenden Immobilienpreisen.

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Trotz bestandenen EZB-Stresstest warnt die Bank of England die heimischen Banken. Den vier großen Banken Großbritanniens, Lloyd, RBS, HSBC und Barclays, steht ein weiterer Stresstest durch die britische Notenbank bevor. Diese soll strenger ausfallen als jener der EZB.

Die EZB simulierte einen fiktiven Crash mit einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit, Rezension und fallenden Immobilienpreisen. Die britischen Banken haben den Stresstest bestanden, da sie einen Kapitalpuffer von 5,5 Prozent nachweisen konnten.

Die Bank of England plant hingegen bei ihrer Simulation für die heimischen Banken, dass die Immobilienpreise um 35 Prozent fallen. Nach Befürchtungen der Notenbank werden einige Institute dieses Szenario nicht überstehen.

Das fiktive Testen in einer gestressten Situation kann für die britischen Banken zeitnah zur Realität werden. Die Immobilienpreise in London sind im dritten Quartal des Jahres das erste Mal seit der Lehmann-Pleite 2008 gefallen. Die Hauptstadt könnte Vorreiter für ganz Großbritannien werden, die Immobilienblase droht zu platzen. Die Bank of England zögert daher, die Zinsen wie angekündigt aufzuheben.

„Es ist wichtig, dass die EZB-Ergebnisse weder als bezeichnend für die britischen Ergebnisse interpretiert werden, noch können vom EZB-Stresstest Rückschlüsse auf den britischen Stresstest gezogen werden“, so die Bank of England in einer Reaktion auf den EZB-Stresstest.


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