Helm-Steuerung lenkt Drohnen mit Gedanken

Mehreren US-Universitäten entwickeln Drohnen-Technologie mit Gedanken-Steuerung. Helme mit EEG-Sensoren sollen die Gehirnwellen in Befehle an die Drohne übersetzen. Neben der militärischen Anwendung könnten auch Rollstuhlfahrer von der Technologie profitieren.

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Eine grafische Vorstellung der Gedanken-Steuerung des einer Drohne. (Grafik: Karl LaFleur, Journal of Neural Engineering)

Eine grafische Vorstellung der Gedanken-Steuerung des einer Drohne. (Grafik: Karl LaFleur, Journal of Neural Engineering)

Die Neurowissenschaften könnten die US-Militärforschung schon bald um eine weitere Innovation bereichern. An der University of Texas at San Antonio (UTSA) arbeitet ein Team aus jungen Forschern an einer Drohne, die sich mit Hirnströmen steuern lassen soll.

Das Ziel sei es, ein Verfahren für den Menschen zu entwickeln, der es ihm erlaubt, die Bewegungen von Drohnen-Gruppen mit nur einem Gedanken zu steuern, zitiert mysanantonio.com, den Vorsitzenden der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der University of Texas at San Antonio , Daniel Pack.

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium finanziert das Forscher-Team mit 400.000 US-Dollar. Die Hochschule konnte sich mit dem Geld zwei Hochleistungs-Elektroenzephalogramm-Systeme (EEG) kaufen. Diese dienen der Messung von Gehirnwellen.

Die Wissenschaftler aus San Antonio haben zusätzlich 300.000 US-Dollar erhalten. Sie sollen untersuchen, wie Soldaten ihre Gehirnströme nutzen können, um Drohnen beim Einsatz von Überwachungs- und Aufklärungsmissionen zu nutzen.

Fakultäts-Chef Pack sagt, dass die Forschung dem Militär dabei helfen kann, die körperliche Belastung für die Soldaten im Feld zu verringern:

„Sie müssen einen Computer oder andere Geräte bei sich tragen, um die Drohnen zu steuern. Wenn die Steuerung der Drohnen auch ohne zusätzliche Ausrüstung möglich ist, dann helfen wir unseren Soldaten damit.“

Die US-Soldaten sollen EEG-Sensoren im inneren ihrer Helme tragen, um per Gedankensteuerung Befehle an die Drohne zu erteilen.

Die Studentin Prasanna Kolar will auch eine soziale Seite an dem Projekt erkennen. „Für Menschen, die nicht über motorische Fähigkeiten verfügen, also Menschen im Rollstuhl, könnte diese Technologie so hilfreich sein“, sagt Kolar.

Rollstuhl-Fahrer wären dann im Stande, ihre Rollstühle per Gedankensteuerung fortzubewegen.

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