Studie: Krebs kann nicht durch Vorbeugung vermieden werden

Ein gesunder Lebenswandel hat auf die meisten Krebsarten keinen Einfluss. Nur ein Drittel der Variationen in Krebsrisiko würden durch Umweltfaktoren oder erbliche Veranlagung beeinflusst, so die amerikanischen Krebsforscher. Entscheidend sei daher die Früherkennung durch Untersuchungen.

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Ein gesunder Lebenswandel hat auf die meisten Krebsarten keinen Einfluss. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Johns Hopkins Universität. Zwei Drittel aller Krebsfälle sind einer entsprechenden Studie zufolge einfach Pech. Nur ein Drittel der Variation in Krebsrisiko käme durch Umweltfaktoren oder erbliche Veranlagung. Es komme also weniger auf das Verhalten, als viel mehr auf das Glück des Patienten an, berichtet Bloomberg.

Die Forscher haben demnach für ihre Studie Statistiken über verschiedene Krebsarten untersucht und ausgewertet. Weniger als ein Drittel davon sei auf bekannte Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Alkohol oder UV-Strahlung zurückzuführen. Die übrigen 22 von 31 Krebsarten, also gut zwei Drittel, entstehen der Analyse zufolge durch zufällige Mutationen der Gene während der Zellteilung.

Der Co-Autor der Studie, Bert Vogelstein erklärt in einer Mitteilung der Uni: „Alle Krebsarten werden durch eine Kombination aus Pech, Umwelteinflüssen und Veranlagung verursacht. Viele Krebsarten haben allerdings weit mehr mit dem Pech zu tun, eine Mutation zu bekommen, als mit Lebensstil und Vererbung. Der beste Weg, diesen Krebsarten vorzubeugen, ist die Früherkennung.“

Die Studie, die das Fachmagazin Science in seiner in aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat, zeigten die statistische Korrelation zwischen dem steigende Krebsrisiko und der steigenden Zahl der Zellteilungen. Denn bei jeder Teilung besteht die Möglichkeit einer zufälligen Mutation – je mehr Zellteilungen, desto höher statistisch gesehen das Krebsrisiko, so die Studie. Gewebetypen mit mehr Stammzellen-Teilungen seien daher auch anfälliger für Mutationen, die zu Krebs führen können.

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