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USA: Hedgefonds-Manager tot in seiner Wohnung aufgefunden

Am Montag wurde der Gründer des US-Hedgefonds Wainscott Capital Partners, Thomas Gilbert, tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden. Als Tatverdächtiger wurde sein Sohn festgenommen. Er soll Gilbert mit einer Selbstlade-Pistole der Marke Glock erschossen haben.

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Der US-amerikanische Hedgefonds-Manager Thomas Gilbert wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag von seiner Ehefrau tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden.

Seine Ehefrau benachrichtigte anschließend die Polizei. Als Tatverdächtiger wurde der Sohn des Hedgefonds-Managers, Thomas Gilbert Junior, festgenommen.

Der 30-Jährige habe sich nach der Tat in seiner Wohnung versteckt. Die Beamten mussten die Wohnungstür des Tatverdächtigen einschlagen, um zu ihm zu gelangen

New York Daily News berichtet: „Er wurde in Handschellen abgeführt, aber das Motiv für den angeblichen Vatermord bleibt unklar. Der Princeton-Absolvent Thomas Gilbert Junior zeigte keine Emotionen und hatte ein steinernes Gesicht.“ Als Tatwaffe wurde eine 40-kalibrige Glock 22 sichergestellt.

Der verstorbene Thomas Gilbert war Gründer des US-Hedgefonds Wainscott Capital Partners.

In diesem Zusammenhang sind zwischen dem 8. März 2013 und dem 10. Dezember 2014 insgesamt 52 Banker und Investoren verstorben. Bei einigen handelte es sich um Selbstmord. Andere wiederum sind tödlich verunglückt. Mit dem Ableben von Thomas Gilbert sind es nun 53 Tote:

8. März 2013: David Rossi, Monte DeiPaschi. Selbstmord durch Sprung aus dem Fenster, berichtet der Business Insider.

27. April 2013: David William Waygood, HSBC Bank – National Westminster Bank. Selbstmord durch Sprung vor einen fahrenden Zug, berichtet Seven Oaks Chronicle.

23. Juni 2013: Rob Evans, VizeChef Bank of America. Verunglückt beim Iron Man Triathlon in Frankreich, berichtet der London Evening Standard.

3. Juli 2014: Michael Burdin, Bank of America: Selbstmord durch Sprung vor einen fahrenden Zug, berichtet The Daily Mail.

21. Juli 2013: Sascha Schornstein, Royal Bank of Scotland: Mit Privat-Flugzeug im Ärmelkanal abgestürzt. Die Leiche wurde nicht gefunden, berichtet die Ostsee-Zeitung.

23. Juli 2013: Carsten Schloter. Chef der Telekommunikationsfirma Swisscom und Vorstandsmitglied Swiss American Chamber of Commerce in Zürich. Selbstmord. Abschiedsbrief vorhanden, berichtet der Tagesanzeiger.

29. Juli 2013: Hussein Najadi, Gründer der Arabisch-Malaysischen Bankengruppe, Wurde auf einem Parkplatz in Kuala Lumpur von einem Schützen aus nächster Nähe erschossen. Ein Verdächtiger wurde im September 2013 festgenommen, berichtet The Star.

30. August 2013: Pierre Wauthier, Ex-JP Morgan Mitarbeiter, Finanzchef des Schweizer Versicherers Zürich. Selbsttötung im eigenen Haus. Er hinterließ zwei Abschiedsbriefe, berichtet das Manager Magazin.

10. September 2013: Guy Ratovondrahona, Chef der Notenbank von Madagaskar. Plötzlicher Tod mit unbekannter Todesursache, meldet die Notenbank von Madagaskar.

21. Oktober 2013: Ezdehar Husainat, Ex-JP Morgan Bankerin. Sie ist in ihrer Garage von ihrem eigenen Fahrzeug zerquetscht worden, berichtet The Daily Mail.

1. November 2013: Venera Minakhmetova, Ex-Finanzanalystin von Bank of America. Sie wurde in London von einem Bus überfahren, berichtet der London Evening Standard.

9. November 2013: Patrick Sheehan, Wells Fargo New York. Bei Autounfall in New York tödlich verunglückt, berichtet Bloomberg.

7. Dezember 2013: Joseph M. Ambrosio, Finanz Analyst bei JP Morgan. Plötzliche Atemwegserkrankung mit Todesfolge, berichtet Bloomberg.

14 Dezember 2013: Benjamin Idim, Banker der Diamond Bank in Nigeria. Bei einem Autounfall in New York tödlich verunglückt, berichtet Reuters.

15. Dezember 2013: Jason Alan Salais, Technologieanalyst von JP Morgan. Herzinfarkt mit Todesfolge, meldet Bloomberg.

22. Dezember 2013: Susan Hewitt, Ex-Vizepräsidentin der Deutschen Bank. Ertrank in einem Fluss am walisischen Bergpass Nant Ffrancon, berichtet BBC.

23. Dezember 2013: Robert Wilson, HedgeFondsmanager aus New York. Sprang aus seiner Wohnung in Manhattan aus dem 16. Stock, berichtet die Washington Post.

20. und 26. Januar 2014: Tim Dickenson, Kommunikations- und Marketing Chef der Versicherungsgesellschaft Swiss Re AG. Plötzlicher Tod. Doch die Todesursache ist unbekannt, berichtet The Australian.

26. Januar 2014: William „Bill“ Broeksmit, Ex-Risikomanager der Deutschen Bank. Wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Todesursache unbekannt, meldet Bloomberg.

27. Januar 2014: Karl Slym, Manager von India Tata Motors. Beging durch Sprung aus seinem Hotelzimmer in Bangkok Selbstmord, berichtet The Telegraph.

28. Januar 2014: Gabriel Magee, Vizechef für Investment und Technologie JP Morgan. Sprang vom Dach des 33-stöckigen europäischen Zentralgebäudes von JP Morgan in London aus dem Fenster, berichtet The Daily Mail.

30. Januar 2014: Mike Dueker, stellvertretender Vizepräsident der Fed in St. Louis und Chefökonom bei Russel Investments. Soll von einer Brücke in Washington gesprungen sein, meldet Bloomberg.

3. Februar 2014: Ryan Henry Crane, Aktienhändler bei JP Morgan. In seiner Wohnung in Connecticut tot aufgefunden. Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht, berichtet Bloomberg.

4. Februar 2014: John Ruiz, Analyst bei Morgan Stanley. Zu Hause in New Jersey tot aufgefunden. Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht, meldet Bloomberg.

7. Februar 2014: Richard Talley, Gründer von American Title Services in Centennial, Colorado. Soll sich selbst mit einer Nagelpistole getötet haben: Er hat sich mehrmals in den Oberkörper und in den Kopf geschossen, berichtet The Denver Post.

18. Februar 2014: Li Junjie, Buchhalter bei JP Morgan. Sprang von dem Dach des 30-stöckigen JP Morgan-Gebäudes in Hongkong, berichtet The Daily Mail.

19. Februar 2014: James Stuart Junior, Ex-Chef der National Bank of Commerce. In seinem Haus in Arizona tot aufgefunden. Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht, meldet Journalstar.com.

28. Februar 2014: Autumn Radtke, Chef von First Meta – Handel mit Bitcoins. In seiner Wohnung in Singapur tot aufgefunden. Selbstmord wird vermutet, meldet The Daily Mail.

11. März 2013: Edmund Reilly, Aktienhändler bei Midtown’s Vertical Group. Sprang in New York vor einen fahrenden Zug, berichtet die New York Post.

11. März 2013: Mohammed Hamwi, IT-Spezialist der Finanzfirma Trepp in New York. Wurde auf offener Straße drei Mal in den Kopf geschossen, meldet die New York Post.

8. März 2014: Kenneth Bellandro, Ex-Banker von JP Morgan. Selbstmord durch Sprung aus seinem Wohnungs-Fenster in New York, berichtet The Daily Mail.

22. März 2014: Joseph Giampapa, JP Morgan Anwalt. Er starb in Columbus Ohio bei einem Unfall, berichtet das Economic Policy Journal.

5. April 2014: Jan Peter Schmittmann, Ex-Chef der Dutch Bank ABN Amro. Schnittmanns Leiche und die Leichen seiner Frau und Tochter wurden in seiner Wohnung in Amsterdam aufgefunden. Die Todesumstände sind ungeklärt, berichtet Bloomberg.

5. April 2014: Amir Kess, Mitgründer und Manager der Markstone Capital Group. Er war mit dem Fahrrad unterwegs und wurde in der Nähe der israelischen Ortschaft Hod Sharon überfahren, berichtet Haaretz.

7. April 2014: Jürgen Frick, Direktor der Liechtensteiner Bank Frick & Co. AG. Es auf ihn in der Nähe seiner Garage drei Mal geschossen. Er starb an den Folgen der Attacke. Der Schütze war Jürgen Hermann. Doch der begann nach der Tat Selbstmord. Seine Leiche wurde in einem Fluss gefunden, meldet Bloomberg.

13. April 2014: Tanji Dewberry Vizepräsidentin von WL Ross Investment in New York und stellvertretende Vizepräsi von Credit Suisse. Sie verbrannte mit ihrem Sohn in ihrem Haus in New Jersey, berichtet The Daily Mail.

18. April 2014: Benedict Philippens, Director der Bank Ans-Saint-Nicolas, wurde zusammen mit Frau und Kind von Unbekannten in seinem Haus erschossen, berichtet Reuters.

22. April 2014: Li Jianhua, Direktor der CBRC AfDB. Er starb an einer Herzattacke, meldet der Business Insider.

25. April 2014: Eine Französin namens Lydia von der France’s Bred-Banque-Populaire sprang in Paris aus einem Bürogebäude, berichtet International Business Times.

26. April 2014: Andrew Jarzyk, stellvertretender Vizepräsident der Commercial Banking der PNC Financial Services Group. Seine Leiche wurde im Hudson River aufgefunden. Ursprüngliche Todesursache ungeklärt, berichtet das New Jersey Journal.

7. Mai 2014: Thomas Schenkman, Manager von Global Infrastructure Engineering, JP Morgan. In seiner Wohnung tot aufgefunden. Er soll an einer Herzkrankheit gelitten haben, meldet das US-Lokalnachrichten-Portal Smithtown Matters.

9. Mai 2014: Naseem Mubeen, stellvertretender Präsident der ZBTL Bank, Islamabad. Sprang aus dem Fenster des Hauptquartiers seiner Bank, berichtet Pakistan Today.

23. Mai 2014: Nigel Sharvin, Manager bei der Ulster Bank in Belfast. Er war in Spanien auf einem Jungesellenabschied und verschwand im Laufe der Party. Am nächsten Tag wurde seine Leiche gefunden. Er soll ertrunken sein, berichtet der Belfast Telegraph.

24. Mai 2014: Daniel Leaf, Ex-Manager bei Bank of Scotland und Manager von Saracen Fund Managers. Beim Klettersport im schottischen Hochland tödlich verunglückt, berichtet Edinburgh News.

24. Juni 2014: Richard Gravino, Teamleiter für Anwendung und Entwicklung bei JP Morgan. Vertarb in Tampa Florida in seinem Haus. Die Todesursache ist unbekannt, berichtet der Herald Tribune.

6. Juli 2014: Julien Knott, Direktor bei JP Morgan. Er soll sich und seine Frau in seinem Haus in New Jersey erschossen haben, meldet die International Business Times.

20. Juli 2014: Nicolas Valtz, Chefmanager bei Goldman Sachs. Seine Leiche wurde an der Küste von Long Island gefunden. Er soll von seinem Surfbrett gefallen und ertrunken sein, berichtet Bloomberg.

15. August 2014: Steven Dowd, Chef der Finanzabteilung der CMS Bancorp in White Plains. Er ist plötzlich verstorben, meldet legacy.com. Es gibt keine weiteren Angaben zur Todesursache.

20. Oktober 2014: Calogero Gambino, Manager bei der Deutschen Bank. Wurde von seiner Frau erhängt aufgefunden. Er soll Selbstmord begangen haben, meldet Reuters.

18. November 2014: Shawn D. Miller, Citigroup-Geschäftsführer. Seine Leiche wurde in der Badewanne seiner Wohnung gefunden. Der Hals von Miller war komplett aufgeschnitten.

9. Dezember 2014: Geert Tack, Top-Banker der ING Group. Seine Leiche wurde an der Küste der belgischen Hafenstadt Ostende entdeckt. Todesursache ist ungeklärt. Tack wurde seit dem 5. November 2014 vermisst.

10. Dezember 2014: Der britische Investor Scot Young ist am 8. Dezember aus dem Fenster seines Londoner Penthouses gefallen und verstorben. Die Nachricht über sein Ableben wurde zwei Tage später bestätigt.

Es ist unbekannt, ob sich die Banker, die Selbstmord begangen haben, einer entsprechenden Therapie unterzogen haben. Solche Therapien sind vor allem im Fall von Depressionen mittlerweile sehr erfolgreich und können das Risiko eines Selbstmords deutlich senken (siehe dazu Informationen der Deutschen Depressionshilfe).

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Kritik aus Europa: „Deutschland wird nie mehr so sein wie früher“
Kritik aus Europa: „Deutschland wird nie mehr so sein wie früher“
Zahlreiche rechte und nationalkonservative Politiker aus mehreren europäischen Ländern machen Bundeskanzlerin Merkel für die Gewalt-Exzesse in Deutschland verantwortlich. Der frühere UKIP-Chef Farage sagt, die Öffnung der Grenzen sei die schlechteste, die ein europäischer Politiker seit 1945 getroffen habe.
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Bundeskanzlerin Merkel und Ungarns Premier Viktor Orban, Budapest im Februar. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Merkel und Ungarns Premier Viktor Orban, Budapest im Februar. (Foto: dpa)

Nach den Anschlägen in Deutschland kritisieren rechte und nationalkonservativer Politiker in Europa die Gewalttaten die deutsche Flüchtlingspolitik.

Für den niederländischen Politiker Geert Wilders ist Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Anschläge direkt verantwortlich. Er twitterte eine Fotomontage, die Merkel mit Blut befleckten Händen zeigt. Dank «feiger Typen» wie Merkel und des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte seien die Grenzen noch offen und habe «der Islam» freies Spiel, schreibt Wilders: «Danke Angela und Mark fürs Reinlassen dieser Terroristen».

Der ehemalige Chef der Ukip-Partei in Großbritannien, Nigel Farage, nannte die Entscheidung der Kanzlerin, ungehindert Flüchtlinge ins Land zu lassen, die schlechteste, die je ein europäischer Politiker seit 1945 getroffen habe. «Ich befürchte, dass Deutschland in einer desaströsen Situation ist und niemals wieder sein wird, wie zuvor», sagte er jüngst dem Radiosender LBC.

Auch der französische Front National nutzte den Selbstmordanschlag von Ansbach für Kritik: «Die Aufnahme von Migranten ist ein Wahnsinn, wie wir ständig warnen», schrieb Vize-Parteichef Florian Philippot auf Twitter. Die Abgeordnete Marion Maréchal-Le Pen, die 26-jährige Nichte von Parteichefin Marine Le Pen, ging noch weiter: «Wie viele Terroristen gibt es unter Merkels Million Flüchtlingen? 10? 100? 1000? Unverantwortlich.»

In Ungarn hatte Ministerpräsident Viktor Orban bereits nach den Pariser Anschlägen gesagt: «Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Einwanderung und dem Terrorismus. Darüber braucht man nicht zu debattieren, das ist eine Tatsache.»

Im Streit über die Verteilung von Asylbewerbern in Europa hatte Orban kritisiert: «Die Quotenregelung verstreut nur den Terrorismus über Europa.» Am 2. Oktober dieses Jahres will er die Ungarn die EU-Quotenregelung per Referendum ablehnen lassen.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache warnt von einer illegalen Masseneinwanderung und einer gefährlichen Willkommenskultur: «Schluss mit der gemeingefährlichen Beschwichtigungspolitik. Seit Jahren warne ich vor dieser absehbaren radikal-islamistischen Entwicklung und Bedrohung», schreibt er. Nur ein radikaler Kurswechsel könne Europa wieder sicherer machen: «Der Terror in Europa zeigt, dass wir eine andere Ausländerpolitik brauchen. Die Politik der offenen Grenzen und der falschen Toleranz muss beendet werden.»

Auch in Tschechien haben die Anschläge in Deutschland und Frankreich eine Diskussion über die Verteilung von Asylbewerbern in Europa ausgelöst. Angesichts der Gewalttaten solle Tschechien grundsätzlich keine Flüchtlinge aufnehmen, forderte Finanzminister Andrej Babis. «Das wäre ein enormes Risiko, wenn man sieht, was für Gräueltaten manche Menschen anrichten, die in Deutschland kein Asyl bekommen haben», sagte der Vorsitzende des liberal-populistischen Koalitionspartners ANO der Zeitung «Pravo».

Aus Sicht von Polens Innenminister Mariusz Blaszczak von der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gibt es «keinen Zweifel daran, dass die Probleme, mit denen sich jetzt unsere Nachbarn rumschlagen, das Resultat einer jahrzehntelangen Migrationspolitik sind, das Resultat von Multikulti-Politik, das Resultat davon, dass eben jahrelang Emigranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika aufgenommen worden sind, die sich nicht in die europäische Gesellschaft integrieren».

Außenminister Witold Waszczykowski von der PiS betonte: «Die Versicherungen europäischer Politiker, deutscher Politiker, deutscher Behörden, dass Europa sicher sei, sind nicht gerechtfertigt.»

Unkontrollierte Migration: CDU-Politiker fordert „Abschiedskultur“
Unkontrollierte Migration: CDU-Politiker fordert „Abschiedskultur“
Die Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik hat auch die CDU erreicht. Der Innenexperte der Partei, Schuster, fordert ein Ende der „Willkommenskultur“ Abschiebungen müssten konsequent durchgeführt werden. Er zweifelt außerdem, dass die Behörden die Identität der Flüchtlinge und Migranten wirklich zweifelsfrei…
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Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa)

Nach dem mutmaßlichen islamistischen Bombenanschlag in Ansbach plädieren Politiker der Regierungskoalition aus CDU und SPD dafür, abgelehnte Asylbewerber konsequenter abzuschieben. «Wir brauchen eine Abschiedskultur», sagte der CDU-Innenexperte im Bundestag, Armin Schuster, der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». Er bezog sich demnach bewusst auf die «Willkommenskultur» für Flüchtlinge, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel propagiert worden war, merkt die dpa an.

Merkel will sich erst am Donnerstag erneut äußern.

Schuster beklagte ein Vollzugsdefizit bei den Abschiebungen. Mehr als 200 000 abgelehnte Asylbewerber könnten abgeschoben werden, seien aber immer noch im Land. «Die schleppen wir bei allen neuen und zusätzlichen Problemen immer mit.» Zudem zog er in Zweifel, ob das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wegen Arbeitsüberlastung wirklich gründlich prüfen könne, ob die angegeben Herkunftsländer stimmen. Im Ergebnis würden viele unberechtigte Bewerber anerkannt.

Schuster stellte fest, der deutsche Rechtsstaat wirke auf ankommende Flüchtlinge sehr nachsichtig. «Für manche entsteht der Eindruck, sie könnten sich alles erlauben, weil sie gar nicht verstehen, wie milde der Staat bei Gesetzesverstößen reagiert.»

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, Burkhard Lischka, entgegnete, selbst Eigentumsdelikte und Bewährungsstrafen begründeten inzwischen ein schwerwiegendes Ausweisungsinteresse. Lischka stimmte aber zu, «dass wir beim Vollzug besser werden müssen». Klar sei: «Wer als Asylbewerber oder Flüchtling abgelehnt wurde, muss Deutschland wieder verlassen.»

EU bereitet Notfall-Plan für Banken-Krise in Italien vor
EU bereitet Notfall-Plan für Banken-Krise in Italien vor
In der EU finden hinter den Kulissen offenbar hektische Verhandlungen über eine Stützung der italienischen Bank Monte die Paschi statt. Noch vor der Veröffentlichung des Banken-Stresstests der EZB am Freitag soll eine Notfalls-Vereinbarung stehen. Die Ergebnisse des Stresstests könnten zu…
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Die Monte dei Paschi sorgt für Unruhe bei den europäischen Banken. (Foto: dpa)

Die Monte dei Paschi sorgt für Unruhe bei den europäischen Banken. (Foto: dpa)

Die europäischen Behörden treffen einem Insider zufolge Notfallvorkehrungen für den Fall einer möglichen Abwicklung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi. Derzeit würden entsprechende Pläne erstellt, sagte ein mit den Vorbereitungen vertrauter EU-Vertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Man wolle gewappnet sein, sollte sich bei der am Freitag vorgesehenen Veröffentlichung des europäischen Bankenstresstests herausstellen, dass das Institut nicht ausreichend finanziell gegen eine Wirtschaftsflaute aufgestellt sei und sich keine öffentliche oder private Unterstützung für die Bank finden. Allerdings handle es sich hierbei um ein rein theoretisches Szenario. Die Bank äußerte sich zu den Angaben zunächst nicht. Ein hochrangiger italienischer Regierungsvertreter sagte, die Frage einer möglichen Abwicklung des Instituts stelle sich nicht.

Nach Angaben von Insidern bereitet Monte dei Paschi derzeit eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung vor, um die zu erwartenden finanziellen Ausfälle durch zahlreiche faule Kredite im Portfolio abzufedern.

Financial Times berichtet, dass Italien „auf eine von Privatbanken garantierten Kapitalstütze für Monte die Paschi di Siena – die anfälligste aller italienischen Banken – dränge, welche einen Plan zur Schaffung von 5 Milliarden Euro an frischem Kapital vorsieht, um eine Verstaatlichung zu verhindern.“ „Der Plan, welcher offenbar immer noch verhandelt wird und welcher sich deshalb noch ändern könnte, würde die Bank von faulen Krediten im Umfang von rund 10 Milliarden Euro befreien und eine Rekapitalisierung von 5 Milliarden Euro bedeuten“, schreibt der Finanzblog Zerohedge.

Die Krisenbank sucht derzeit Partner für das Vorhaben. Das italienische Traditionshaus habe bereits bei mindestens acht Banken anfragen lassen, ob sie die fünf Milliarden Euro schwere Kapitalemission garantieren wollen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Dazu gehörten große US-Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley, aber auch die Deutsche Bank und die italienischen Häuser UniCredit und Intesa SanPaolo. Sie prüften derzeit noch, ob sie mitmachten. In der Regel werden die Banken erst kurz vor dem Beginn einer Kapitalerhöhung ausgewählt.

Die Banken sollen nicht nur dafür sorgen, dass die neuen Aktien an den Mann gebracht werden, sondern anteilig auch Aktien übernehmen, die nicht verkauft werden. Organisiert wird die Kapitalerhöhung von JPMorgan und Mediobanca. Die genannten Institute wollten sich nicht äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Auch die größte italienische Bank UniCredit ist auf Suche nach zusätzlichen Finanzquellen. Denn die Kapitaldecke der Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank ist nach Einschätzung von Analysten zu dünn. Der neue Vorstandschef Jean Pierre Mustier geht das Problem bereits an. Am Mittwoch sagte er die ins Stocken geratene Fusion des UniCredit-Vermögensverwalters Pioneer mit der spanischen Santander Asset Management zu einer der größten europäischen Fondsgesellschaften ab und prüft nun alternativ einen Börsengang. Das könnte ebenso Geld in die Kasse spülen wie ein Ausstieg aus der zweitgrößten polnischen Bank Pekao oder eine Reduzierung der Beteiligung am Online-Broker Fineco, über die Mustier Insidern zufolge nachdenkt.

Auf Druck der EZB müssen die ausfallgefährdeten Kredite rasch abgebaut werden – bis 2018 um 40 Prozent auf dann rund 14 Milliarden Euro. Monte Paschi strebt eine Einigung bis zur Vorlage der Ergebnisse des europäischen Bankenstresstests an. Politiker erwarten sich von dem Stresstest konkrete Erkenntnisse, wie schlimm es wirklich steht um die Geldhäuser in Italien.

Premierminister Renzi würde die angeschlagenen Finanzinstitute des Landes am liebsten mit Steuergeldern retten. Dies verstößt jedoch gegen geltendes EU-Recht und trifft auf den Widerstand insbesondere Deutschlands und der Euro-Gruppe. Andere Organisationen wie der Internationale Währungsfonds und große Banken fordern hingegen den Einsatz öffentlicher Mittel.

Agrar-Minister Schmidt wirbt in Russland für Ende der Sanktionen
Agrar-Minister Schmidt wirbt in Russland für Ende der Sanktionen
Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt ist in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen zusammengetroffen, um einen Auswege aus der Sanktions-Sackgasse zu finden. Russland zeigte sich prinzipiell bereit, über Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen nachzudenken.
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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (3.v.l.) am Mittwoch in Moskau mit dem russischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Alexej Uljukajew (2.v.r.). (Foto: Thomas Koehler/Photothek/BMU/dpa)

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (3.v.l.) am Mittwoch in Moskau mit dem russischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Alexej Uljukajew (2.v.r.). (Foto: Thomas Koehler/Photothek/BMU/dpa)

Im Sanktionsstreit zwischen Russland und dem Westen hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für eine schrittweise Annäherung geworben. «Jetzt müssen wir uns hinsetzen, bevor die Sanktionen noch vier oder fünf Jahre andauern, um zu prüfen, wo wir im beiderseitigen Interesse zusammenarbeiten können», sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch in Moskau am Mittwoch. In Deutschland hatte Schmidts Haltung zuvor Kritik ausgelöst.

Russland hatte als Reaktion auf EU-Sanktionen wegen der Ukraine-Krise vor zwei Jahren einen Importstopp für Agrarprodukte aus der EU verhängt. Dies trägt unter anderem zu einem starken Preisverfall bei Milch und Obst bei, da zusätzliche Mengen auf dem EU-Markt bleiben. Schätzungen zufolge hat das russische Embargo allein deutsche Bauern rund eine Milliarde Euro gekostet.

Bis zu den EU-Sanktionen war der russische Markt ausgesprochen wichtig für die deutschen Bauern. Im Juni hatte die EU ohne große Debatte die Sanktionen erneut verlängert, obwohl die deutschen Bauern mehrfach gefordert hatten, zur Normalität zurückzukehren. Russland hat als Reaktion die Gegensanktionen bis Ende 2017 verlängert. Russland versucht, die eigene Landwirtschaft in einem von ausländischem Konkurrenzdruck geschützten Umfeld zu fördern und zu modernisieren, damit der größte Flächenstaat der Erde künftig Agrarprodukte exportieren kann.

Schmidt meldete Zweifel an, dass Russland damit eine Selbstversorgung erreichen kann. Doch wolle Deutschland die Entwicklungen in Russland kreativ und pragmatisch begleiten,sagte er.

Seine Gespräche mit Vizeregierungschef Arkadi Dworkowitsch, Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschjow und anderen Ressortchefs bezeichnete Schmidt als erfolgreich und offen. «Die Mauer steht noch, aber wir haben uns über die Mauer hinweg verständigt», sagte er.

Mit Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew sprach Schmidt nach russischer Darstellung über Wege, kleine und mittlere Unternehmen zu fördern. Dazu könne etwa ein 2012 vereinbarter Fonds der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) und der russischen Außenwirtschaftsbank wieder aufgelegt werden, meinte Uljukajew der Agentur Interfax zufolge. Wegen der Ukraine-Krise wurde das Projekt 2014 auf Eis gelegt.

Schmidt sagte, für konkrete Ergebnisse sei es noch zu früh, doch gehe es ihm darum, «trotz der Sanktionen im Gespräch zu bleiben». Im Herbst plane er daher einen weiteren Besuch in Moskau.

Schmidt zeigt sich jedoch realistisch und fürchtet, eine Öffnung des russischen Marktes könne die Probleme etwa der unter Preisverfall und Überangebot leidenden Milchbranche nicht lösen. Mit den russischen Partnern habe er unter anderem über Pläne gesprochen, mit Sondervereinbarungen zu ermöglichen, dass deutsche Unternehmen trotz des Embargos auch deutsche Rohstoffe in Russland verarbeiten dürften. «Bis dahin ist es aber noch ein steiniger Weg», sagte er.

Der Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff kritisierte in Berlin die Haltung des Ministers. «Schmidt signalisiert mit seiner Reise lediglich Aktionismus, um danach sagen zu können, er hätte es ja versucht», teilte der agrarpolitische Fraktionssprecher mit. Er verspreche den deutschen Landwirten, dass durch mehr Exporte ihre Probleme gelöst würden. «Doch das ist der falsche Weg», sagte er.

Italiens Banken suchen hektisch frisches Kapital
Italiens Banken suchen hektisch frisches Kapital
Vor der Bekanntgabe der Ergebnisse des Stresstests der EZB suchen italienische Banken hektisch nach Möglichkeiten, an frisches Kapital zu kommen. Sie befürchten Turbulenzen an den Märkten, wenn sie im Fall schlechter Bewertungen keine Lösungen präsentieren können.
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Der italienische Euro. (Foto: dpa)

Der italienische Euro. (Foto: dpa)

Hektische Betriebsamkeit kurz vor der Veröffentlichung des europäischen Banken-Stresstests: Italienische Geldhäuser wie das Kriseninstitut Monte dei Paschi versuchen die Löcher in ihren Bilanzen mit frischem Kapital zu stopfen. Die Bank aus Siena habe bereits bei mindestens acht Banken ausgelotet, ob sie eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalemission garantieren wollten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Diese prüften derzeit noch, ob sie mitmachten. Solche Anfragen werden in der Regel erst kurz vor einer Kapitalerhöhung gestartet. Die Lücken sollen gefüllt sein, bevor der Stresstest die Probleme der Branche offenbart und erneute Zweifel an der Widerstandskraft des Bankensystems in Europa schürt.

Auch die größte italienische Bank UniCredit ist auf Suche nach zusätzlichen Finanzquellen. Denn die Kapitaldecke der Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank ist nach Einschätzung von Analysten zu dünn. Der neue Vorstandschef Jean Pierre Mustier geht das Problem bereits an. Am Mittwoch sagte er die ins Stocken geratene Fusion des UniCredit-Vermögensverwalters Pioneer mit der spanischen Santander Asset Management zu einer der größten europäischen Fondsgesellschaften ab und prüft nun alternativ einen Börsengang. Das könnte ebenso Geld in die Kasse spülen wie ein Ausstieg aus der zweitgrößten polnischen Bank Pekao oder eine Reduzierung der Beteiligung am Online-Broker Fineco, über die Mustier Insidern zufolge nachdenkt.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte er bereits die Beteiligung an Pekao um zehn auf 41 Prozent reduziert und zehn Prozent an Fineco verkauft. Damit will der 55-jährige Franzose eine Kapitalerhöhung so klein wie möglich halten. UniCredit rechne aber mit mindestens fünf Milliarden Euro, hieß es in Finanzkreisen. Erst wenn das Geld dann immer noch nicht reiche, sei auch ein Börsengang der HVB denkbar, sagte ein Insider.

Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan stellte den Banken des Landes ein gutes Zeugnis aus. Sie seien fundamental stabil und könnten ihre Probleme mit faulen Krediten nach und nach bewältigen, sagte er in der Fragestunde des Parlaments in Rom. Direkte Staatshilfen brauchten sie nicht.

Schätzungen zufolge haben die Institute des Landes Problemdarlehen im Volumen von 360 Milliarden Euro angehäuft. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die faulen Krediten in den Bilanzen vieler Banken in Europa zuletzt als „großes Problem“ bezeichnet und staatliche Hilfen nicht ausgeschlossen. „Ein öffentliches Auffangnetz ist eine Maßnahme, die sehr nützlich wäre.“ In Italien sollen faule Kredite an den Rettungsfonds Atlante abgegeben werden können, die Regierung will eine Garantie dafür abgeben.

Monte dei Paschi will von der EZB bis Freitag grünes Licht für eine Auslagerung ihrer faulen Kredite haben, für die ein Abschlag von 31 Prozent vorgesehen ist. Dafür braucht die Bank die Zustimmung der Frankfurter Aufseher. Das ist auch die Voraussetzung für die Kapitalerhöhung, für die Monte dei Paschi bereits bei großen US-Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley, aber auch bei der Deutschen Bank und den heimischen Banken UniCredit und Intesa SanPaolo angeklopft hat. Sie sollen dafür sorgen, dass die neuen Aktien an den Mann gebracht werden und müssten auch Papiere auf eigene Rechnung übernehmen, die nicht verkauft werden können. Organisiert wird die Kapitalerhöhung von JPMorgan und Mediobanca.

Das neue DWN-Magazin: Worum es in Syrien wirklich geht
Das neue DWN-Magazin: Worum es in Syrien wirklich geht
Das neue DWN-Magazin geht der Frage nach, was hinter dem Syrien-Konflikt steckt und warum andere Staaten an einem Krieg in diesem Land interessiert sind. Der Krieg wird fälschlich als Bürgerkrieg bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich um einen Krieg um Rohstoffe,…
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UNESCO Weltkulturerbe Palmyra in Syrien – zerstört durch ISIS. (Foto: dpa)

UNESCO Weltkulturerbe Palmyra – zerstört durch ISIS. (Foto: dpa)

Das neue DWN-Magazin widmet sich der Diskussion um den Syrien-Konflikt. Es geht um die Weichenstellungen für den internationalen Energiemarkt. Amerikaner, Saudis und Russen ringen um die Vorherrschaft.

Für die Russen ist der Syrien-Konflikt von enormer strategischer Bedeutung, weil die Russen verhindern wollen, dass Katar für den europäischen Energie-Markt zur Alternative wird. Wenn Russland seinen Einfluss in Syrien verliert, hätte dies zur Folge, dass dem russischen Energieriesen Gazprom ein ernster Konkurrent aus der Golf-Region erwachsen könnte.

Die Saudis wissen um die wirtschaftlichen Interessen Moskaus und machten daher den Russen ein Angebot, wie man das Ende des Bürgerkriegs in Syrien auch in einen Vorteil für Russland umwandeln könnte. Der saudische Geheimdienst-Chef schlug den Russen mit voller Unterstützung der USA eine mögliche, gemeinsame Strategie vor. Auch die Organisation der erdölexportierenden Länder solle diesem Bündnis beiwohnen. Der Plan der Saudis ist eine Pipeline, die Europa mit Erdgas beliefern soll.

Putin strebt seit längerem ein solches Abkommen an. Wenn Saudi-Arabien seine Fördermenge reduzieren und der Ölpreis steigen würde, könnte Russlands Regierung zusätzliche Einnahmen erzielen. Putin lehnte das Angebot der Saudis jedoch ab: „Unsere Haltung zu Assad wird sich niemals ändern. Wir glauben, dass die syrische Regierung der beste Vertreter des syrischen Volkes ist und nicht diese Kannibalen.“

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