Rubel erholt sich, Russland-Anleihen steigen

Der Rubel hat seit Dienstag aufgrund des Öl-Preisanstiegs eine leichte Aufwertung erlebt. Die Russland-Anleihen sind ebenfalls gestiegen. Die USA würden die Rating-Agenturen missbrauchen, um russischen Papieren zu schaden, so der Vorwurf eines Fondsmanagers.

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Der Rubel hat sich seit dem 3. Februar 2014 etwas erholt. (Grafik: ariva.de)

Der Rubel hat sich seit dem 3. Februar 2014 etwas erholt. (Grafik: ariva.de)

Am Mittwoch hat der Rubel den zweiten Tag in Folge an Wert gewonnen. Um 4 Uhr morgens kostete ein Dollar 66,049 Rubel. Im Vergleich zum Vortag entsprach das einem Wertgewinn von 3,6 Prozent. Um die Mittagszeit lag der Rubel bei 67,75 pro Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten war die russische Währung um 47 Prozent eingebrochen.

Der Preis pro Barrel für die Nordsee-Ölsorte Brent stieg um 2,8 Prozent auf 56,27 Dollar. Der Anstieg des Öl-Preises wird durch die Arbeiter-Streiks in US-Raffinerien unterstützt. Die OAO Lukoil-Aktie gewann 3,2 Prozent dazu, berichtet Bloomberg.

Für den Finanz-Strategen der Danske Bank in Helsinki, Wladimir Miklaschewski, gibt es zwischen dem Öl-Preis und dem Rubel einen direkten Zusammenhang. „Der Rubel folgt lediglich der Erholung des Öl-Preises (…) Es besteht eine sehr starke Korrelation. Je günstiger das Öl wird, desto empfindlicher reagiert der Rubel auf den Öl-Preis.“

Die Leitzins-Senkung durch die Notenbank in Moskau von 17 auf 15 Prozent, hat sich positiv auf russische Staatsanleihen ausgewirkt. Die Fünf-Jahres-Rendite sank um 14,07 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit dem 12. Dezember 2014.

Doch russische Anleihen sind unter den weltweiten Anleihen die mit dem vierthöchsten Risiko. Ende Januar stufte die Rating-Agentur Standard & Poor’s russische Staatsanleihen auf Ramsch-Niveau ab. Der Fondsmanager Cornel Bruhin sagte OnVista, dass die USA „seit Herbst die Ratingagenturen als politisches Mittel missbrauchen“ würden, um russischen Papieren und Anleihen schaden zuzufügen.

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