Hamburg: FDP und AfD schaffen Einzug in Bürgerschaft

Die SPD unter dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz hat die Bürgerschaftswahl in Hamburg mit deutlichem Abstand vor der zweitplatzierten CDU gewonnen. Die FDP zieht erstmals seit ihrer Wahlschlappe im Bund von 2013 wieder sicher in ein Landesparlament ein. Die AfD schaffte erstmals den Sprung in ein westdeutsches Parlament.

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Bei der Hamburg-Wahl hat Bürgermeister Olaf Scholz klar gewonnen, aber die absolute Mehrheit wohl verloren. Die FDP feiert nach einer langen Serie von Niederlagen ihren ersten Wahlerfolg und bleibt in der Bürgerschaft. Der Alternative AfD könnte nach dem Stand vom frühen Sonntagabend erstmals der Sprung in ein westdeutsches Landesparlament gelungen sein. Scholz, der dann einen Koalitionspartner bräuchte, kündigte an, in diesem Fall auf die Grünen zuzugehen.

Die SPD kommt laut ARD-Hochrechnung von 20.00 Uhr auf 46,5 Prozent nach 48,4 Prozent 2011. Die CDU büßte gegenüber 2011 rund sechs Punkte auf 16,0 Prozent nach 21,9 Prozent ein. Die Grünen behaupteten mit 11,9 Prozent ihr Ergebnis von 2011 von 11,2 Prozent. Die Linkspartei legte auf 8,4 Prozent nach 6,4 Prozent zu. Die FDP legte leicht von 6,7 Prozent auf 7,1 Prozent zu. Die AfD kommt aus dem Stand auf 5,8 Prozent. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF entfallen auf die SPD 59 der 121 Sitze in der Bürgerschaft. Ihr fehlen somit zwei Sitze zur absoluten Mehrheit.

In der neuen Bürgerschaft dürften erstmals sechs Parteien vertreten sein. Nach den Prognosen ergibt sich folgende Sitzverteilung: SPD 59, CDU 20, Grüne 15, Linke 11, FDP 9, AfD 7. Damit fehlen Scholz zur erneuten absoluten Mehrheit 2 Sitze. Die Wahlbeteiligung war mit 54,0 Prozent so schlecht wie nie in Hamburg (2011: 57,3).

 

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