Russland: Notenbank senkt Leitzins auf 14 Prozent

Die russische Notenbank hat den Leitzins von 15 auf 14 Prozent gesenkt. Wegen der westlichen Sanktionen und dem Preisverfall des wichtigsten Exportgutes Öl befürchtet die Zentralbank eine Rezession.

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Der Rubel notierte am frühen Nachmittag mit 60,8 zum Dollar. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/usd-rub-us-dollar-russischer_rubel-kurs/realtime-chart?boerse_id=166" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Rubel notierte am frühen Nachmittag mit 60,8 zum Dollar. (Grafik: ariva.de)

Die russische Zentralbank senkt wegen der schweren Wirtschaftskrise ihren Leitzins. Dieser werde von 15 auf 14 Prozent zurückgenommen, gab sie am Freitag in Moskau bekannt. Falls nötig, seien noch weitere Zinsschritte möglich. Wegen der westlichen Sanktionen und dem Preisverfall des wichtigsten Exportgutes Öl befürchtet die Zentralbank eine Rezession.

Das russische BIP dürfte in diesen Jahr zwischen 3,5 und 4,0 Prozent schrumpfen, erklärte sie. Sinkende Zinsen machen Kredite für Investitionen und Konsum billiger, was die Konjunktur anschieben kann. Der Rubel notierte am frühen Nachmittag mit 60,8 zum Dollar.

Der Verbraucherpreis-Index liegt derzeit bei 17 Prozent (CPI). Nach Angaben der Notenbank wird die aktuelle Geldpolitik und die geringere wirtschaftliche Aktivität zu einem Rückgang der jährlichen Inflationsrate auf rund neun Prozent führen, berichtet das Wall Street Journal.

Anfang Februar hatte russische Notenbank-Chefin Elvira Nabiullina eine weitere Leitzins-Erhöhung ohnehin ausgeschlossen. Denn einen weiteren Inflations-Schock erwarte sie nicht. Stattdessen werde die Inflation aufgrund des Nachfrage-Rückgangs langsamer ansteigen.

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