Alibaba investiert in Startups für Cyber-Sicherheit

Der chinesische Online-Händler Alibaba investiert in israelische Startups für Cyber-Sicherheit. Der Zugang zu Sicherheitstechnologie soll Alibabs Wachstum bei Datenmagement und Finanzdienstleistungen absichern.

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Alibaba steigt tiefer in das Startup-System in Israel ein. Die Venture Capital-Gesellschaft JVP (Jerusalem Venture Partners) gab gestern bekannt, dass sie eine Partnerschaft mit dem E-Commerce-Riesen vereinbart hat, um vielversprechende Start-ups finanziell zu unterstützen.

Die Höhe der Investition wollte Alibaba nicht kommentieren. Ein Sprecher von Alibaba sagte dem Technologie-Magazin TechCrunch „die JVP Investition steht im Einklang mit unserer Mission, der Unterstützung von Innovationen und Start-ups.

Wie die Times of Israel berichtet, ist das Portfolio von JVP besonders attraktiv für Alibaba, weil es viele Hersteller von Sicherheits-Software für Online-Unternehmen betreut. Kurz vor dem Einstieg Alibabas hat eBays Bezahldienst PayPal ein Startup aus der JVP-Schmiede gekauft: Für CyActive Security zahlte PayPal über 60.000.000 Dollar, berichtet Bloomberg. CyActive schützt Unternehmen vor potenziellen Cyber-Attacken mit Hilfe von Algorithmen, die der Evolutionsbiologie entlehnt sind.

JVP betreibt auch einen Inkubatoren-Programm, das sich voll auf Sicherheits-Startups konzentriert. Ein stärkere Zugang zu Sicherheitstechnologie ist wichtig für Alibaba, da das Unternehmen auch jenseits seines Kerngeschäfts E-Commerce wachsen will. So gehören bereits Cloud Computing und Datenmanagement-Services sowie Finanzdienste für Kredit-Scoring zur Alibaba-Familie.

Jerusalem Venture Partners wurde 1993 von dem Investor und Ex-Politiker Erel Margalit gegründet und verwaltet rund 900 Millionen USD und betreibt ein Cyber-Inkubator in der süd-israelischen Stadt Beerscheba.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will Israel zu einer globale Drehscheibe für Anti-hacker-Sicherheits-Technologien machen. Das Land strebt engere wirtschaftliche Beziehungen mit China und Indien an, die schneller wachsen als die traditionellen Handelspartner USA und Europa.

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