Börse: Dax schließt 1,2 Prozent im Minus

Die US-Märkte zeigen Schwäche - es beginnt die "blackout period", sprich die US-Unternehmen kaufen keine eigenen Aktien bis zwei Tage nach Bekanntgabe ihrer Quartalszahlen. Damit fällt die mit Abstand größte Käufergruppe aus.

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Nach dem Gipfelsturm der vergangenen Wochen haben die europäischen Aktienanleger am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax fiel um 1,2 Prozent auf 11.865,32 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 1,3 Prozent auf 3684,04 Zähler. Auch ein zum fünften Mal in Folge gestiegener Ifo-Geschäftsklima-Index machte den Anlegern keine neue Kauflaune. Viele Marktteilnehmer halten eine Atempause für gerechtfertigt. Sie sehen mangels Anlagealternativen und einer anziehenden europäischen Wirtschaft aber grundsätzlich weiteres Aufwärtspotenzial für Aktien.

In der vergangenen Woche hatte der Dax mit 12.219,05 Punkten ein Rekordhoch markiert, der EuroStoxx war auf ein Sieben-Jahres-Hoch geklettert. Viele Anleger setzen darauf, dass nicht zuletzt der niedrige Euro -Kurs die Gewinne der Exportindustrie in Europa sprudeln lässt. Viele Daten signalisierten zuletzt ein Anziehen der Konjunktur im Währungsraum, was auch an den Anleihe-Käufen der EZB liegen könnte. Auch in der deutschen Wirtschaft geht es immer weiter bergauf und viele Unternehmenschefs fassen immer mehr Vertrauen in den Aufschwung. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im März überraschend stark.

An der Wall Street notierten Dow-Jones – und S&P500 zum Handelsschluss in Europa je rund ein Prozent im Minus. Im Fokus in New York stand die von Warren Buffett eingefädelte Mega-Fusion des von seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway teils kontrollierten Ketchup-Herstellers Heinz mit Kraft Foods. Die Aktien von Kraft stiegen um bis zu 43,3 Prozent. Berkshire gaben leicht nach.

Aus den USA kommende Befürchtungen über schwache PC-Verkäufe belasteten die Kurse von Technologieunternehmen. Dax-Schlusslichter waren Infineon und SAP mit Abschlägen von 3,3 und 2,3 Prozent. Die im TecDax gelisteten Papiere von Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor sanken um 4,6 Prozent.

An der US-Technologiebörse Nasdaq brachen die AMD -Aktien um acht Prozent ein. Dazu trug auch eine Verkaufsempfehlung der UBS bei, die die Titel des Halbleiter-Herstellers auf „sell“ von „neutral“ herabgestuft hat. Die Papiere des Konkurrenten Intel rutschten um zwei Prozent ab. Die Aktien der europäischen Wettbewerber ASML und ARM fielen in Amsterdam und London um 5,5 und sechs Prozent. Apple lagen zum Handelsschluss in Europa 1,6 Prozent im Minus. Der TecDax büßte zwei Prozent ein, der Nasadaq notierte zum Handelsschluss in Europa 1,7 Prozent niedriger.

Daneben verloren im Dax am Tag nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich die Aktien der Muttergesellschaft Lufthansa 1,4 Prozent auf 13,37 Euro. Analysten fürchten um das Image der Lufthansa als sichere Fluggesellschaft. Die in Paris und Frankfurt gelisteten Airbus-Aktien fielen um 2,3 Prozent. Beim Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen waren am Dienstag 150 Menschen ums Leben gekommen.

Übernahmespekulationen schoben im MDax Leoni um 1,4 Prozent an. In einem Börsenbrief hatte es geheißen, Finanzinvestoren schielten auf den Kabelhersteller. In Paris profitierten die Titel des Stahlröhrenherstellers Vallourec ebenfalls von Fusionsphantasie und stiegen um 5,3 Prozent.

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