Lufthansa: Co-Pilot informierte Airline über „abgeklungene schwere depressive Episode“

Die Lufthansa teilt mit, dass sie von dem Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine im Jahr 2009 über eine „abgeklungene schwere depressive Episode“ informiert worden ist.

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Die Lufthansa teilt in einer Erklärung mit:

Der Co-Pilot des Germanwingsflugs 4U9525 hatte in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten. Im Anschluss wurde dem Co-Piloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt.

Im Interesse einer schnellen und lückenlosen Aufklärung hat Lufthansa der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach weiteren internen Recherchen zusätzliche Unterlagen übergeben, insbesondere Ausbildungsunterlagen und medizinische Unterlagen. Dies umfasst auch die E-Mail-Korrespondenz des Co-Piloten mit der Verkehrsfliegerschule. Darin hatte er im Jahr 2009 als Flugschüler im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Ausbildung durch Übersendung medizinischer Unterlagen die Verkehrsfliegerschule über eine „abgeklungene schwere depressive Episode“ informiert.

Das Unternehmen wird die Aufklärung der Ermittlungsbehörden weiterhin uneingeschränkt unterstützen. Haben Sie deshalb Verständnis dafür, dass wir derzeit keine weiteren Erklärungen abgeben können, weil wir den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nicht vorgreifen wollen.

Aus der Erklärung können keine Schlüsse gezogen werden, ob die fünf Jahre zurückliegende Erkrankung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Absturz der Maschine steht. Die Untersuchungsbehörden suchen immer noch nach dem Flugschreiber und sind mit der Sicherung von Beweismaterial beschäftigt.

François Daoust vom Kriminalinstitut der französischen Gendarmerie in Pontoise sagte der dpa, es werde zwei bis vier Monate werde es wohl mindestens dauern, bis die Ergebnisse der DNA-Analysen vorliegen, mit denen die Opfer identifiziert werden sollen: «Die Untersuchungen dauern sehr lang, weil es enorm viele Analysen zu machen gibt.»

Die bisher gesicherten Fakten hier. 

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Es ist unbekannt, ob sich der Pilot einer Therapie unterzogen hat. Solche Therapien sind vor allem im Fall von Depressionen mittlerweile sehr erfolgreich und können das Risiko eines Selbstmords deutlich senken (siehe dazu Informationen der Deutschen Depressionshilfe).

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