Spanien gibt Anleihen mit Negativ-Rendite aus

Spanien hat am Dienstag erstmals Staatsanleihen mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer negativen Rendite ausgegeben. Die Käufer dieser Anleihen würde somit weniger Geld zurückbekommen, als sie zuvor eingezahlt haben.

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Spanien hat am Dienstag erstmals sechsjährige Staatsanleihen mit einer Negativrendite von 0,002 Prozent begeben, berichtet das Wall Street Journal. Das Volumen der Emmission betrug 725 Millionen Euros. Bei der Platzierung von Staatsanleihen mit zwölfmonatiger Laufzeit lag die Rendite bei 0,006 Prozent. Spanien hat nur zwei Monate nach Beginn des OMT-Programms der EZB damit begonnen, seine kurzfristigen Finanzierungskosten zu beseitigen.

„Spanien ist kreditwürdiger und liquider als Italien (…) Die spanische Regierung fährt einen Reformkurs und ist stabil“, zitiert Bloomberg den Rentenanalysten bei der DZ Bank AG in Frankfurt, Felix Herrmann. Aufgrund der EZB-Geldpolitik sind die Renditen in der Euro-Zone deutlich gefallen, was gut für die nationalen Haushalte, aber schlecht für Anleger ist. Die EZB meldete am Dienstag, dass sie bisher spanische Schuldpapiere im Wert von 5,4 Milliarden Euro und italienische Schuldpapiere im Wert von 7,6 Milliarden Euro erworben hat.

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