China zwingt Nachrichten-Portal Sina zu schärferer Zensur

Wegen zu lascher Zensur droht einem der größten Online-Dienste in China das Aus. Die Betreiber wurden nach Peking zitiert, wo ihnen öffentlich Ketzerei und Verletzung der Moral vorgeworfen wurde. Nur mit dem erfolgten Versprechen, die Zensur zu verschärfen, darf die Seite weitermachen.

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Chinas Regierung droht Sina, einen der größten und beliebtesten Online-Nachrichtendienste des Landes, zu schließen. Um dem zu entgehen müssen die Betreiber ihre „Zensur verbessern“. Die Führungskräfte des Portals wurden am Freitag vor die Cyberspace Administration of China (CAC) geladen und der Verbreitung von „illegaler Information“ und „Verletzung der Moral“ beschuldigt.

Sina habe seine Benutzerkonten nicht richtig zensiert und so geholfen, „Beteiligungen an Medien-Hypes“, „Gerüchte“ und „Ketzerei“ zu ermöglichen.

Zwar ist China für eine der weltweit härtesten Internet-Zensuren bekannt, aber es ist selten, dass ein Unternehmen so öffentlich gerügt wird wie es Sina widerfahren ist. In der Sitzung am Freitag gelobten die Sina-Chefs die Zensur ihrer Internetseite zu erhöhen, meldet die FT.

Seit der Machtübernahme Ende 2012 verfolgt der chinesische Staatspräsident Xi Jinping eine strikte Verschärfung der Kontrolle über die Medien. In dem World Press Freedom Index 2015 der Reporter ohne Grenzen rangierte China auf dem 176. Platz von 180 Ländern.

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