Griechischer Finanzminister konsultiert amerikanische Insolvenz-Anwälte

Griechenland konsultiert eine auf Staatspleiten spezialisierte US-Anwaltskanzlei. Vor seinen Beratungen mit einem Partner von Cleary Gottlieb trifft der griechische Finanzminister Varoufakis US-Präsident Obama. Die Amerikaner bestehen wegen der Nato auf einem Verbleib Griechenlands im Euro.

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Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis trifft sich am Freitag mit der auf Staatspleiten spezialisierten US-Kanzlei Cleary Gottlieb. Varoufakis wird mit Lee Buchheit über Lösungen der sich offenbar zuspitzenden Krise sprechen, meldet City AM. Buchheit hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Staaten dabei geholfen, ihre Schulden neu zu strukturieren und sich zu sanieren.

Zuvor trifft Varoufakis am Donnerstag US-Präsident Barack Obama und seinen Finanzminister Jack Lew. Die Amerikaner bestehen auf einer Lösung des Griechenland-Problems innerhalb der Euro-Zone, weil Griechenland als Südflanke der Nato nicht aufgegeben werden kann. Die deutsche Bundesregierung arbeitet daher an Plänen, wie Griechenland einen Staatsbankrott hinlegen und dennoch den Euro weiter verwenden kann. 

Das Gespräch mit Buchheit findet nur eine Woche vor dem wichtigen Treffen der Euro-Finanzminister statt, was als eines der letzten Chancen für Griechenland gilt, sich mit zusätzlichen finanziellen Mittel einzudecken bevor im Mai die nächsten Raten fällig werden.

Nach Berichten der FT soll Griechenland selbst bereits eine Staatspleite vorbereiten. Dies soll der Fall sein, falls es zu keiner Einigung mit den Gläubigern bis Ende April kommt. Griechenland muss im Laufe des Mai 2,5 Milliarden Euro an den IWF bezahlen. Angeblich, so die FT, will die griechische Regierung dieses Geld jedoch nicht zum Schuldendienst verwenden, sondern benötigt die Liquidität um die Gehälter im öffentlichen Dienst sowie die staatlichen Pensionen zu bezahlen.n.

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