Russische Rocker planen Gedenkfahrt für den Sieg der Sowjetunion

Der russische Rocker-Club „Nachtwölfe“ will am 25. April eine mehrwöchige Reise nach Berlin antreten, um den Sieg der Sowjetunion über die Nazis zu feiern. Laut Organisatoren gehe es darum, „das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind“. Polen kritisiert die Reise scharf.

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Mit einer Motorradtour von Moskau nach Berlin will der russische Rockerclub Nachtwölfe den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren feiern. Ziel sei die „Würdigung antifaschistischer Kämpfer“, teilte die Organisation in Moskau mit. Demnach soll die Tausende Kilometer lange Fahrt vom 25. April an durch Weißrussland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Österreich bis nach Berlin führen, wo die Tour am 9. Mai endet.

In Polen forderten in sozialen Medien Tausende ein Einreiseverbot für die Motorradfahrer. Die Entscheidung, ob die Russen einreisen dürfen, müsse aber der Grenzschutz treffen, sagte Vize-Außenminister Rafal Trzaskowski am Dienstag dem Nachrichtensender TVN 24. Die Nachtwölfe hätten bisher kein Visum für Polen beantragt. Es sei aber möglich, dass sie Visa eines anderen Schengen-Staates hätten.

Einer der Anführer der Nachtwölfe, Alexander Saldostanow, kritisierte die Ablehnung in Polen. „Man darf natürlich nicht vergessen, dass es Polen gab, die mit der Roten Armee bis nach Berlin gekämpft hatten. Aber es gab auch Polen, die Polizisten oder Aufseher in jüdischen Ghettos waren. Vielleicht gefällt ihren Nachkommen die Idee unserer Tour nicht“, teilte er in Moskau mit. Die Gruppe werde nicht klein beigeben.

Saldastanow ist nach eigenen Angaben von Sanktionen des Westens betroffen, weil er die Rebellen im ukrainischen Konfliktgebiet Donbass unterstützt. „Ich denke, das wird eine freundschaftliche und brüderliche Reise“, sagte er der Agentur Interfax zufolge über die Tour der rund 20 Biker. Polnische Motorradclubs hätten ihnen eine Begleitung durch das EU-Land zugesichert, sagte er.

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