Kletter-Roboter übernimmt Wartung von Windrädern

Roboter sollen künftig selbstständig die Rotorblätter von Windrädern warten. Forscher haben eine Arbeitskabine entwickelt, die die bis zu 140 Meter hohen Türme selbstständig hinaufklettert. Noch ist ein Mensch darin, künftig sollen die Maschinen jedoch die Rotorblätter autonom auf Schäden überprüfen.

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Der Smart-Roboter der FH Aachen kann bis zu 18 Meter hoch klettern. (Foto: FH Aachen)

Der Smart-Roboter der FH Aachen kann bis zu 18 Meter hoch klettern. (Foto: FH Aachen)

Wissenschaftler der Fachhochschule Aachen entwickeln derzeit einen Roboter, der in Zukunft die Wartung der Windkraft-Rotoren übernehmen soll. Der Roboter namens Smart – eine Abkürzung für Scanning, Monitoring, Analysing, Repair and Transportation wurde auf der Hannover Messe vorgestellt.

Das System besteht aus einer Arbeitskabine und einem Kletterantrieb, berichtet Golem. Der Roboter steigt auf, indem er seine Befestigungs-Bänder lockert, nach oben versetzt und sich hochzieht. Hat der Roboter die Arbeitshöhe erreicht, fahren die Kabinenteile bis zum Rotorblatt und schließen sich darum. So entsteht ein wettergeschützer Arbeitsraum, in dem Techniker witterungsunabhängig an der Anlage arbeiten – derzeit sind Reparaturen bei Schnee oder Dunkelheit nicht möglich.

Langfristig planen die Forscher jedoch einen unbemannten Betrieb: Roboter sollen dann die Rotorblätter selsbtständig auf Schäden überprüfen und nötige Reparaturen autonom erledigen. Aktuell muss das Blatt bei einem Ausfall abgebaut und auf dem Boden repariert werden. Das Projektist noch in der Genehmigungsphase, Anfang 2016 soll ein kletternder Prototyp fertig sein.

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