Gegen die USA: Russland stationiert Satellit in Mittel-Amerika

Russland hat sich mit Nikaragua über die Schaffung einer GPS-Bodenstation in dem mittelamerikanischen Land geeinigt. Das satellitengestützte Navigationssystem soll für friedliche Zwecke genutzt werden. Doch ein Satelliten-System im „Vorgarten“ der USA kann von der Obama-Regierung nur als Warnung gedeutet werden.

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Das Parlament in Nicaragua hat am Mittwoch für die Stationierung einer russischen Satellitenboden-Station gestimmt. Nach Angaben von nikaraguanischen Beamten würde es sich um eine G.P.S.-Bodenstation für die friedliche Nutzung – bei beispielsweise Naturkatastrophen – handeln, berichtet The Guardian.

Zuvor hatten die Russen die Amerikaner mit Fotos ihres eigenen Spionage-Satelliten überrascht und für Verwirrung beim US-Militär gesorgt. Die Bewegungen des US-Lacrosse Radar-Satellits wurden im russischen Altay Optical Laser Center offenbar zwischen 2005 bis 2010 dokumentiert.

Präsident Daniel Ortega soll dem Parlament ein Eil-Dekret vorgelegt haben, um eine möglichst schnelle Abstimmung zu bezwecken, behaupten Oppositionelle. Ortega ist auch Vorsitzender der Partei Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN), die die Mehrheit im Parlament stellt.

Im Jahr 2012 hatten Nicaragua und Russland ein Abkommen unterzeichnet, wonach sie im Weltraumbereich kooperieren wollen. Es sollen gemeinsame Projekte ausgearbeitet werden, wobei es insbesondere um Satellitenstarts gehen soll. Managua und Moskau befinden sich zudem in Gesprächen über den Abschluss eines Waffen-Deals. Nicaragua will Kampfflugzeuge des Typs MiG-29 und Patrouillen-Boote aus Russland kaufen. Das mittelamerikanische Land hat bereits russische Busse, Taxis und Schlepper erworben.

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