Moskau fordert von Berlin Erklärung wegen Einreiseverbot für „Nachtwölfe“

Deutschland hat den russischen Biker-Club „Nachtwölfe“ trotz gütiger Visa am Flughafen Berlin-Schönefeld an der Einreise gehindert. Von der Gruppe ginge eine „Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“ aus. Russland protestiert und spricht von einer politisch motivierten Diskriminierung.

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Das Außenministerium in Moskau hat eigenen Angaben zufolge bei der Bundesregierung gegen ein angebliches Einreiseverbot für drei russische Staatsbürger protestiert. Die Mitglieder des Motorradclubs «Nachtwölfe» seien am Flughafen Berlin-Schönefeld trotz gültiger Visa abgewiesen worden, teilte das Außenamt in Moskau am Freitag mit. Den Männern sei am Donnerstag gesagt worden, von ihnen gehe eine «Bedrohung für die öffentliche Sicherheit» aus.

Diese Entscheidung sei «unbegründet, diskriminierend und politisch motiviert», hieß es. Die russische Botschaft in Berlin fordere in einer Protestnote an das Auswärtige Amt eine offizielle Erklärung.

Die «Nachtwölfe» wollen mit einer Tour von Moskau nach Berlin an den 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland erinnern. Polen hatte die Aktion als Provokation kritisiert und den Bikern die Einreise verweigert. Auch Deutschland hatte mehrere Visa der Rocker annulliert.

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